Mehr Markt am Arbeitsmarkt
Ein Plädoyer für weniger Arbeitsmarktpolitik
| Preis | 12,00 € | Vergriffen | |
| Zustand | Neu | ||
| Autor(en) | Rüdiger Soltwedel | Verlag | Philosophia Verlag GmbH |
| Sachgebiet(e) | Österreichische Schule | ISBN | |
| 1984, Kartoniert | |||
Mit einem Vorwort von F. A. von Hayek
Aktive staatliche Arbeitsmarktpolitik wird oft als unabdingbar erachtet, um einem höheren Beschäftigungsstand näherzukommen. Staatliche Eingriffe auf dem Arbeitsmarkt werden auch aus sozialen Erwägungen heraus gefordert.
In der vorliegenden Studie, die im Institut für Weltwirtschaft, Kiel, entstand, untersucht Rüdiger Soltwedel die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen der Arbeitsmarktpolitik in der Bundesrepublik Deutschland, in Österreich und in Schweden. Die Ziele der aktiven Arbeitsmarktpolitik, nämlich verbesserte Wachstumsbedingungen, sind dort am wenigsten erreicht worden, wo am meisten für sie ausgegeben wurde. Die Versuche, die Anpassungszwänge verschlechterter wirtschaftlicher Verhältnisse aus vordergründig "sozialen" Absichten nicht auf den Arbeitsmarkt durchwirken zu lassen, haben zu einer Marktsklerose geführt und den Staat weitgehend handlungsunfähig gemacht.
Die Konsequenz aus der Analyse ist ein Plädoyer für weniger staatliche Arbeitsmarktpolitik. Regeln, die Verharren subventionieren, die aus Sorge für möglichst geringe Anpassungslasten bei einzelnen die Traglast der Gemeinschaft erhöhen, werden bei den einzelnen Unternehmen und auch bei den Arbeitskräften zu abnehmender Bereitschaft zur Selbsthilfe - und auch zur Fähigkeit dazu - führen. Staatshilfeillusion und Sozialpolitikillusion sind keine tragfähigen Prinzipien zur Lösung der anstehenden Probleme. Sie vernebeln die tatsächliche Problemlage und erhöhen damit die Gefahr, daß erst tiefgreifende und zerstörerische Krisen die Anpassung an ökonomische Notwendigkeiten erzwingen.
Quelle: Buchrückentext zu Rüdiger Soltwedel, Mehr Markt am Arbeitsmarkt (1984)
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| Staat gegen Arbeit und Wohlstand | Hubert Milz | 08.02.10 |
Diese empirische Studie aus 1983 erschien 1984 in der Reihe "The International Carl Menger Library".
In dieser Studie untersuchte Rüdiger Soltwedel die staatliche Arbeitsmarktpolitik auf Basis der empirischen Datenlage. Hierfür bezog der Autor sich auf den Datenkranz von drei Staaten, in denen damals die Politik umfangreiche Interventionen am Arbeitsmarkt durchführte, sprich aktive Arbeitsmarktpolitik betrieb: Bundesrepublik Deutschland, Österreich und Schweden.
Für Soltwedel stand als Resultat fest, dass diese drei Staaten durch die massiven Finanzstützungen (Konjunkturprogramme u. ä.) zunehmend Handlungsfähigkeit verloren. Aus Gründen des sozialen Ausgleichs war in diesen Ländern versucht worden, die ökonomischen Sachzwänge nicht auf den Arbeitsmarkt durchschlagen zu lassen. Aber die Kosten für diese Art von "Solidarität" überstiegen die Kosten für die gesamte Gesellschaft, für das gesamte Staatswesen. Die Wohlfahrtseinbußen, die der "Wohlfahrtsstaat" erforderte waren erheblich - höhere Inflationsraten - gravierende Wachstumsverluste - Erstarrung der Eigendynamik der Arbeitsmärkte.
Fazit: Die Studie von Rüdiger Soltwedel ist eine zeitlose Mahnung an die Anmaßungen der Politiker, die sich über ökonomische Sachzwänge hinwegsetzen wollen und dabei immer wieder scheitern werden. |
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