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Krankes Geld - Kranke Welt

Krankes Geld - Kranke Welt: Gregor Hochreiter

Analyse und Therapie der globalen Depression

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Autor(en) Gregor Hochreiter Verlag Resch-Verlag
Sachgebiet(e) Österreichische Schule ISBN 978-3-935197-94-6
2010, 264 Seiten, Taschenbuch

Ökonom Hochreiter: Inflationierung des Geldes ist ökonomische Ursache der Wirtschaftskrise

Mit milliardenschweren Rettungspaketen versuchen Regierungen und Zentralbanken seit geraumer Zeit gegen die Wirtschaftskrise vorzugehen. Doch diese Maßnahmen wirken nur aufschiebend und werden die  Rezession zu einem späteren Zeitpunkt nur umso schärfen ausfallen lassen, argumentiert der Ökonom und Buchautor Mag. Gregor Hochreiter. Die Wurzel des Übels, so Hochreiter, liege in der beständigen Ausweitung der ungedeckten Geldmenge (Inflation) über den Kreditmarkt. In seinem soeben erschienenen Buch "Krankes Geld, Kranke Welt" beschreibt Hochreiter in für Laien verständlicher Sprache die ökonomischen Hintergründe und Dynamiken der Wirtschaftskrise und wie diese die privaten Ersparnisse und das Gemeinwohl bedroht. Er zeigt, welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Therapie des konjunkturellen Auf und Ab geeignet sind und trägt mit seinen Ausführungen zur aufkommenden Systemdiskussion bei.

Krankes Geld, Kranke Welt

Seit Jahrzehnten flutet das moderne Bankensystem die Märkte mit inflationären Scheinwerten in immer höheren Dosen. Der permanente Wertverlust des Geldes ist nur eine der Folgen dieser durch und durch kurzsichtigen Politik. Sie verteilt zudem in großem Stile Vermögen um und trägt so zur Destabilisierung des gesellschaftlichen Gefüges bei. Und zu guter letzt steckt die Inflation auch hinter dem Phänomen des Konjunkturzyklus.

"Wiener Schule" gegen "Keynesianismus" und "Monetarismus"

Gestützt auf den weithin unbekannten Ansatz der „Wiener Schule der Ökonomie“ (Ludwig von Mises, Friedrich A. von Hayek, Guido Hülsmann) legt „Krankes Geld, Kranke Welt“ dar, wie die Inflationierung zunächst den Boom hervorruft. Dieser trägt jedoch den Keim der Rezession von Beginn an in sich. Entgegen der landläufigen Meinung ist der Boom kein Segen, sondern die Erkrankung, die es zu vermeiden gilt. Dagegen lässt die Rezession als Heilungsphase die Wirtschaft wieder gesunden. Die Rezession mit der abermaligen Senkung der Zinsen zu bekämpfen, wie es auch jetzt wieder versucht worden ist, heißt, das Feuer mit Benzin löschen zu wollen.

Im weiteren Verlauf des Buches beleuchtet „Krankes Geld, Kranke Welt“ zudem die Hintergründe der „Großen Depression“ in den 1930ern und wendet an dieser weithin missverstanden Episode den Ansatz der „Wiener Schule“ an, der dem geldtheoretischen und wirtschaftspolitischen Mainstream aus Keynesianismus und Monetarismus fundamental widerspricht. Der extrem verengte wirtschaftspolitische Diskussionsrahmen erfährt derart eine dringend nötige Aufweitung.

Überwindung der Wirtschaftskrise

Im letzten Teil skizziert „Krankes Geld, Kranke Welt“ jene wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die zur Überwindung der Wirtschaftskrise zu setzen sind. Das seit der Mitte des 19.Jahrhunderts bestehende inflationäre Bankensystem ist allerdings nicht nur ökonomisch bankrott. So weist der Autor abschließend auf die enge Verbindung zwischen den der Wirtschaftskrise zugrundeliegenden ökonomischen Scheinwerten und dem moralischen Werteverfall hin. Nicht nur im Umgang mit dem Geld begnügen wir uns mit Scheinwerten, weil Quantität statt Qualität die verkehrte Devise der Gegenwart lautet. Statt sich mit dem Schein zufrieden zu geben, sollten wir es wieder wagen, den Sachen auf den Grund gehen. „Krankes Geld, Kranke Welt“ möchte hierzu einen bescheidenen Beitrag leisten.

Quelle: Resch-Verlag

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