Individuelle Freiheit und allgemeiner Wille
Buchanans politische Ökonomie und die politische Philosophie
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| Autor(en) | Thomas Petersen | Verlag | J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen |
| Sachgebiet(e) | Public Choice | ISBN | 3-16-146580-6 |
1996. XII, 280 S., Leinen
Die ökonomische Theorie der Politik oder die Theorie of Public Choice ist das erste Beispiel für den sogenannten ökonomischen Imperialismus, die Ausweitung der ökonomischen Analyse auf nichtwirtschaftliche Bereiche. Von den Nachbardisziplinen politische Philosophie und Politikwissenschaft wird sie als Herausforderung angenommen.
Thomas Petersen stellt zunächst die Genese der ökonomischen Theorie der Politik innerhalb der Entwicklung der modernen Ökonomik dar. Er interpretiert die moderne Ökonomik als Freiheitstheorie und zeigt davon ausgehend auf, warum die ökonomische Theorie der Politik meist eine liberale politische Option formuliert. Die ökonomische Theorie des Staates in der Fassung James Buchanans vertritt die These, daß der rationale nutzenkalkulierende homo oeconomicus sich für eine konstitutionelle Demokratie entscheidet und diese Staatsform unter Bedingungen individuellen nutzenmaximierenden Verhaltens stabil ist. Diese These scheitert, weil die ökonomische Theorie der Politik selbst darlegt, daß moderne Demokratien sich zu Wohlfahrtsstaaten wandeln, die den Bürger bevormunden. Die Theorie der Demokratie muß sich deshalb auf ein Interesse an Freiheit stützen. Dieses Interesse ist allerdings in den Staatstheorien Kants und Hegels angemessener formuliert als in der angelsächsischen Philosophie. Kant und Hegel entfalten beide eine Theorie des Verfassungsstaates, in der sich auch das Recht und die Grenzen der ökonomischen Theorie der Politik bestimmen lassen.
Quelle: Klappentext
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