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Geldsozialismus

Geldsozialismus: Roland Baader

Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression

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Zustand Neu Auf Lager
Autor(en) Roland Baader Verlag Resch-Verlag
Sachgebiet(e) Liberalismus ISBN 978-3-935197-57-1
2010, 168 Seiten, Taschenbuch

 

Nur wer den Zusammenhang von Geld- und Gütermenge begreift, wer die Bedeutung des Sparens und des Aufnehmens von Schulden für Investitionen im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang versteht, kann die Ursachen der Weltwirtschaftskrise erkennen. Diesen Zusammenhang beschreibt der weltweit bekannte Nationalökonom Roland Baader in seinem neuesten Buch Geldsozialismus - Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression.

Baader hatte schon 2004 die 2007 beginnende Finanzkrise in dem Buch Geld, Gold und Gottspieler - Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise prognostiziert. Doch im Moment sonnen sich die Beteiligten in Wirtschaft und Politik in einer - wie es heißt - konjunkturellen Erholung. Die kann deshalb stattfinden, weil mit Bürgschaftsversprechungen der Staatsbankrott einiger europäischer Staaten aufgeschoben worden ist. Die Quittung wird kommen und zwar umso kräftiger, wenn die Bürgschaften eingelöst werden müssen. Dann werden auch die Bürgschaftsgeber in den Strudel einer verkehrten Geldpolitik geraten.

Die Ursache der Misere, so schreibt Roland Baader, ist das ungehemmte Schuldenmachen. Es wird als Erfolg gefeiert, dass die Neuverschuldung geringer ausfällt als früher. Es werden aber immer noch neue Schulden gemacht. Der entstandene Brand, so Baader, wird mit Benzin gelöscht. Das ist möglich, weil die Staaten als Hauptschuldenmacher über das Geldmonopol verfügen. Die seit Jahrhunderten erprobte Binsenweisheit, dass Monopole schaden, wird bei dem sensibelsten Gut einer Marktwirtschaft missachtet, bei dem Geld. Seine Menge und sein Preis werden zentral festgelegt. Damit wird die freie Marktwirtschaft sozialistisch gesteuert, was damit genauso zum Fiasko führt, wie eine insgesamt sozialistisch gesteuerte Wirtschaft. Es dauert nur etwas länger.

Doch so wie die Staaten immer ungehemmter Schulden auf Grund der "Ozeane aus Papier- und Kreditgeld" machen, steigt auch die Verschuldungsbereitschaft der Bürger. Neben dem geschichtlichen Rückblick beschreibt Baader die volkswirtschaftlichen Zyklen, die durch Stimulieren der Nachfrage und durch falsche Zinshöhe irreparable zukünftige Schäden anrichten, um momentane Erfolge zu verbuchen. Die Schuldigen werden woanders gesucht, z. B. bei den Chinesen. Am Schluss dieses bemerkenswerten Buches zeigt Baader Lösungsverschläge auf. Es gibt nur einen Weg und zwar: sich von der Ideologie des Sozialismus auch in der Geldpolitik zu trennen. Dieses Buch, Baaders sechzehntes, ist der vielleicht letzte und zutiefst aufrüttelnde Warnruf des großen Freiheitsdenkers deutscher Sprache.

Quelle: Resch-Verlag

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Rezensionen
Politische Zerstörung des Gemeinwesens durch die Verunstaltung des Geldes Hubert Milz 13.03.16

In diesem Buch, leider seinem letzten, geht Roland Baader der Frage nach, ob wir überhaupt im Kapitalismus gelebt haben, ob wir überhaupt in einer Marktwirtschaft leben?

Die Antwort ist, gemäß den Argumenten Roland Baaders, eindeutig und klar:
Nein ist die Antwort! Wir lebten und leben nur in einer durch die Politiker zum Krüppel gemachten Marktwirtschaft, und diese krüppelhafte Marktwirtschaft wird durch die Politiker immer weiter verunstaltet und immer mehr verkrüppelt.

Roland Baader schildert uns plastisch ein interventionistisches System, in welchem wir seit vielen Jahrzehnten leben. Ein System, welches die "Sozial-Sozialisten" irrerweise als "Kapitalismus" bezeichnen; einem System, in welchem gerade der Sozialismus der Prägung "Sozial-Sozialisten" als "Samtpfoten-Sozialismus" schlimme und aberwitzige Auswüchse gebiert und eine verheerende Party nach der anderen feiert.
Und durch eine jahrzehntelange Gehirnwäsche, welche die Schreiberlinge der sog. "linken Intelligenzija" mittels der Lanze der "veröffentlichten Meinung" praktizierten und praktizieren, ist es gelungen dem breiten Publikum einzuimpfen, dass dieses System des "Samtpfoten-Sozialismus" der "Sozial-Sozialisten" die Marktwirtschaft, der Kapitalismus ist. Folglich werden jene aberwitzigen Auswüchse und Partys, die Krisen und jedwede Kalamität dem Kapitalismus angelastet und leider nicht dem originären Verursacher - sprich dem "Samtpfoten-Sozialismus".

Dies alles ist - wie Roland Baader zeigt - nur möglich, weil die politisch Mächtigen - also die Regierungen - es geschafft haben, das Monopol über die wichtigsten Kristalle einer Marktwirtschaft an sich zu reißen, nämlich die Hoheit über die Währung, das Geld und den Zins.

Vor Tausenden von Jahren, als die Menschen begannen Handel zu treiben, erfolgte der Warenhandel nicht durch den indirekten Tausch, sondern es wurde Ware gegen Ware getauscht. Ein solcher Handel war mühselig und zeitaufwendig; erst als der Mensch die Entdeckung des Mediums "Geld" machte, wurde der Warenhandel als Folge des indirekten Tauschs via "Geld" vereinfacht.
Dabei war "Geld" ursprünglich auch nur eine ganz gewöhnliche Handelsware. Aber diese Ware war allgemein begehrt, hatte einen inneren Wert als begehrtes Gut, konnte dauerhaft gelagert werden, war leicht zu transportieren und zu teilen. Modern gesprochen: Solches "Geld" ist Wertmesser, Wertspeicher und Tauschmittel mit einem inneren Wert.
Diese aufgezählten Attribute erfüllten und erfüllen grundsätzlich die Edelmetalle. Somit ist es nicht verwunderlich, dass in den meisten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheitsgeschichte die Edelmetalle zum natürlichen "Geld" geworden sind und, z. B. in geprägter Form - als Münze, die ein bestimmtes Metallgewicht garantierte - zum Tauschmittel, zum Zahlungsmittel avancierten.

Schon für dieses Münzgeld beanspruchten die politisch Mächtigen - damals die Fürsten - die Hoheit über die Münze. Die Münze als hoheitliches Symbol des herrschenden Fürsten! Dieser Anspruch wurde leider auch von großen Philosophen des Mittelalters - z. B. Thomas von Aquin – anerkannt, und dies, obwohl gerade Thomas von Aquin die Wahrheit lange vor der großen Masse der Menschen erkannt hatte. Nämlich, dass die Fürsten aus der Münzverschlechterung - sprich Fälschung der Münze mittels Herabsetzung des Edelmetallgehalts - enorme Vorteile kreieren wollten. Die Fürsten sich also auf Kosten ihrer Untertanen bereicherten.

Hoheitlichen Münzbetrug findet man in allen Zeiten der Geldgeschichte, auch die Inflationierung der heutigen Papiergeldwährungen ist nur eine Form, eine Variante von Münzbetrug.

Schon in den Zeiten des reinen Münzgeldes kam es immer wieder zu Experimenten mit Papiergeld, die allesamt zum Schaden breiter Bevölkerungsschichten scheiterten, z. B. John Laws großartig gescheitertes Papiergeld-Experiment in Frankreich (1716 - 1720).
Voltaire urteilte mit Blick auf jene Papiergeld-Experimente: "Die Geschichte hat schon häufig gezeigt, dass Edelmetalle zwar im Preis fallen können, nie aber im Wert. Papiergeld dagegen ist bereits hunderte Male zu Tode gekommen. Papiergeld sinkt irgendwann immer auf seinen inneren Wert - NULL".
Und Friedrich August von Hayek, den Roland Baader oftmals zitiert und auf dessen Argumente er sich mehrfach bezieht und beruft, kam zu folgendem Urteil: "Die Geschichte des staatlichen Umgangs mit Geld ist, mit Ausnahme einiger kurzer glücklicher Perioden, eine Geschichte von unablässigem Lug und Trug. In dieser Hinsicht haben sich Regierungen als weit unmoralischer erwiesen, als es je eine privatrechtliche Körperschaft hätte sein können, die im Wettbewerb mit anderen eigene Arten von Geld auf den Markt bringt."

Trotz aller Fehlschläge bei den Experimenten mit dem Papiergeld, vor etwas mehr als hundert Jahren gelang es den Regierungen das Papiergeld als allgemeines Zahlungsmittel zu etablieren: Nur noch die staatlichen Notenbanken (Zentralbanken) hatten das Recht Banknoten auszugeben.
Anfangs war dieses Papiergeld noch teilweise durch Gold gedeckt; die Menschen hatten das Recht die papierene Banknote gegen Gold tauschen zu können. Die Auswirkungen der beiden Weltkriege änderte dies. Die Menschen wurden durch die Regierungen per Gesetz und unter Strafandrohung gezwungen nur noch das Papiergeld zu nutzen und als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Gold fand – in der Regel buchtechnisch - nur noch zwischen den Zentralbanken (Notenbanken) Verwendung.
Schließlich, im Währungssystem von Bretton-Woods war nach Ende des II. Weltkriegs nur noch der US-Dollar ans Gold gebunden und alle anderen Währungen des Westens waren fest an den US-Dollar gekoppelt. Bis Präsident Nixon 1971 die Chimäre der Bindung des US-Dollars ans Gold auch aufhob.

Seit jener Zeit sind alle Währungen der Welt reine "Zettel-Währungen" unter der Regie der Politik. Papiergeld ohne irgendeinen inneren Wert flutet seit jenen Tagen in ungeheuren Mengen den Globus - Scheingeld im wahrsten Sinne des Wortes.
Einwände in der Art, dass die Zentralbanken doch unabhängig von Regierungen sind, stechen nicht. Zentralbanken oder Notenbanken sind nur scheinbar "unabhängig", denn die Regierungen bestimmen wer jene Banken leitet. Auch die alte deutsche Bundesbank war nicht frei, sondern hatte (§ 13 BbankG) die allgemeine Wirtschaftspolitik der Bundesregierung zu unterstützen.

Folglich gilt, dass Regierungen via ihrer Zentralbank - nebst angeschlossenen Teilreserve-Banken-Kartell - originär die Währungen beherrschen. Die Notenbanken planen Geldmenge und Zinsen zentral - und kontrollieren und manipulieren beides.

Daraus folgt, dass die Pfeiler, auf die man die Marktwirtschaft gebaut hat, heißen "Staatsmonopolistisches Zwangs-Papiergeld" und "Zentralplanwirtschaftliches Zinsdiktat" (Geldpolitik der Zentralbanken) - und das Wesen dieser beiden Elemente ist zutiefst sozialistisch.

Mittels dieser sozialistischen Eckpfeiler der Geldpolitik verfügen Regierungen über ein Finanzierungsinstrument zum Schuldenmachen sondergleichen. Über das Instrument der Teilreservebanken lässt sich die Geldschöpfung durch die Politik verschleiern;
- wenn z. B. eine Staatsanleihe für 10 Milliarden Euro bei einem Bankenkonsortium untergebracht;
- dann schreibt dieses Konsortium der Regierung 10 Milliarden Euro Giralgeld gut;
- die Anleihe ist zentralbankfähig und kann bei der Notenbank als Pfand hinterlegt werden,
- so dass das Bankenkonsortium wiederum von der Notenbank 10 Milliarden Euro frisches Zentralbankgeld erhält.
- Bei den heutigen Reservesätzen im Teilreserve-Bankensystem ist es dem Bankenkonsortium möglich, aus der Anleihe von 10 Milliarden Euro in Form von Buchgeld rund 100 Milliarden Euro zu machen;
- diesen zusätzlichen 100 Milliarden Euro steht nichts an realen Werten gegenüber;
- vielmehr streitet sich eine um 100 Milliarden Euro aufgeblähte Geldmenge um eine mehr oder weniger unverminderte Gütermenge;
- Folge, die Preise, z. B. bei Immobilien steigen, die sog. Blasen bilden sich und bei deren platzen kommt es zu Verwerfungen und Krisen, die real viele Menschen schädigen werden.

Alle Krisen und alle Verwerfungen der letzten Jahrzehnte haben ihre originären Wurzeln in den beiden geschilderten sozialistischen Eckpfeilern des staatlichen Währungsmonopols. Das, was seit Jahrzehnten Kapitalismus genannt wird, ist weit davon entfernt, ein solcher zu sein.

Ergo, nicht die Märkte haben versagt, sondern der staatliche Geldsozialismus. Auch die sog. Weltfinanzkrise oder die sog. Euro-Schuldenkrise sind Früchte des staatlichen Geldsozialismus'. Nicht die Marktwirtschaft hat versagt - nein, der "Samtpfoten-Sozialismus" aller Regierungen hat versagt. Die Marktwirtschaft hingegen "versagt" nicht, wie das unisono verkündet wird, sondern die restlichen kapitalistischen Wirkkräfte machen ihre Arbeit perfekt, indem sie versuchen, die strukturellen Verwerfungen und gigantischen Verschuldungen zu beseitigen, die sich mit den genannten sozialistischen Kräften aufgebaut und aufgestaut haben. Die sog. Krisen sind die Heilkuren - und nicht etwa ein "Versagen" der Märkte.

- Da die politisch mächtigen sicherlich freiwillig keinesfalls auf das Geldmonopol verzichten werden, werden sie weiter so wursteln bis zum totalen Zusammenbruch.
- Die Zeche dafür zahlen die Bürger mit ihrem kompletten Eigentum - die Menschen verarmen dann wieder einmal durch die Schuld der Politiker.
- Die Schuld am Zusammenbruch wird jedoch selbstverstädnlich dem "bösen" Kapitalismus zugewiesen werden.
- Und nach einer Währungsreform, die im eigentlichen Sinne keine sein wird, werden die Politiker das böse Spiel von neuem spielen.

In seinem Buch "Denationalisation of Money" plädierte daher Friedrich August von Hayek vor gut vierzig Jahren dafür, dass dem Staat das "Geldmonopol" zum Nutzen aller Menschen entzogen werden und das "Geld" dem Markt, wo es entstanden und entdeckt worden ist, zurückgegeben werden sollte. Hayek schrieb damals: "Ich wünschte, ich könnte den Rat geben, langsam vorzugehen. Aber die Zeit mag kurz sein." Auf diesen Satz bezieht sich Roland Baader, wenn er betrübt notiert, dass die Zeit kurz war und dass es jetzt zu spät sei, um das finale Desaster, welches logisch unabänderlich kommen wird, noch abzuwehren.

Dies ist ein sehr pessimistischer Schlussakt, den Friedrich August von Hayek befürchtete und den Roland Baader unweigerlich heraufziehen sah - und leider wird es so eintreten!