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Geld, Gold und Gottspieler - am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise

Geld, Gold und Gottspieler - am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise: Roland Baader
Preis 29,90 € Vergriffen
Zustand Neu
Autor(en) Roland Baader Verlag Resch-Verlag
Sachgebiet(e) Sozial- und Wohlfahrtsstaat ISBN 3-935197-30-6

Erschienen 2004, 344 S., geb. mit SU, auch als Taschenbuch erhältlich.

Die Sozialsysteme der Wohlfahrts- und Sozialstaaten der westlichen Welt steuern dem Zusammenbruch entgegen. Viele sind bereits am Ende und werden nur noch mit budgetpolitischen Tricks und betrügerischen Manipulationen mühsam aufrechterhalten. Der Wohlstand der Industrienationen besteht seit rund drei Jahrzehnten zu einem Gutteil nur noch aus Schein und Illusion – konkret: aus Kapitalverzehr – und steht mit seinen Fundamenten auf dem schlammigen Untergrund eines riesigen Schuldenmeeres. Es ist nur eine Frage der (relativ kurzen) Zeit, bis diese Scheinwelt in sich zusammenbricht. Ob der Kollaps mit galoppierender Inflation oder mit scharfer Deflation (oder beidem nacheinander) einhergeht, und ob er in eine jahrelang marodierende Rezession oder in eine schwere Depression mit reihum ablaufenden Staatsbankrotten mündet, sind offene Fragen. Dass der Turmbau zu Babel zu Ende ist und die Industrienationen in eine Periode der Verarmung eintreten, steht fest.

Die Gründe für das Desaster sind vielfältig, und die Literatur über die Ursachen ist endlos. Eine der wichtigsten Ursachen jedoch – wahrscheinlich sogar die Hauptursache – wird fast nie genannt und weltweit nur von einer Handvoll Ökonomen thematisiert: das falsche Geld, das nationalisierte – also sozialisierte Papiergeldsystem, welches den monetären Kreislauf sukzessive vergiftet und die Leistungskräfte der Volkswirtschaften zerstört. Das Schweigen der Ökonomen zu diesem Thema hat wiederum seine Gründe; der wichtigste davon klingt ungeheuerlich – und ist doch traurige Wahrheit: Nur wenige Ökonomen wissen, was Geld ist. Genauer: Kaum einer kennt das Wesen des Geldes.

Das vorliegende Buch will die Lösung des Geldrätsels (die schon lange bekannt ist) offenkundig machen und darlegen, welche schwerwiegenden Folgen das besagte Nichtwissen (oder Nichtwissenwollen) in der Wirtschaftsgeschichte – vor allem in der Wirtschaftsgeschichte der letzten 100 Jahre – hatte und nach wie vor hat.

Quelle: Verlag Dr. Ingo Resch

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Rezensionen
Nimrod und Semiramis Hubert Milz 01.08.13

Roland Baader war einer der wenigen Personen in Deutschland, welche schon Jahre vor dem offiziellen Ausbruch der Weltfinanzkrise in 2007/2008 vor einem solchen Szenario gewarnt hatten. Baader nennt auch andere, die wie er ihre warnende Stimme erhoben hatten, dies waren in der Regel – bis auf ganz wenige Ausnahmen – nur die Vertreter der "Austrian Economics", zu welchen Roland Baader auch zählt.

Kurz nach Erscheinen dieses Buches wurde Roland Baader im November 2004 in einem Interview gefragt, ob er sich mit seiner Prognose, dass die Welt "Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise" stehe, nicht etwas weit aus dem Fenster lehne.
Roland Baader verneinte dies und verwies darauf, dass die Welt doch sowieso schon mitten in der Krise stecke. Seit Beginn der 1990er Jahre jage eine Währungs-/Schuldenkrise (Brasilien, Mexiko, Thailand, Malaysia, Singapur, Philippinen, Taiwan, Indonesien, Argentinien) die nächste.

Nun, Roland Baader hat richtig gelegen mit seiner Prognose. Die neue Weltwirtschaftskrise ist Realität – offiziell datieren große Teile des Mainstreams den Krisenbeginn mit dem Zusammenbruch des Bankhauses Lehmann Brothers in 2008, andere Mainstream-Ökonomen meinen die US-Immobilien-Krise in 2007 habe die Weltfinanzkrise eingeläutet.

Roland Baader und andere Austrian Economists hatten mit Hilfe der Methoden des Lehrgebäudes der sog. "Österreichischen Schule der Ökonomie" vor dem Kommen der Weltfinanzkrise gewarnt – wie dies Ökonomen der Austrian Economics ebenfalls im Vorfeld vor allen Kalamitäten der letzten 100 Jahre geleistet hatten! Selbstverständlich ist dies für die Mainstream-Ökonomen kein Grund, um den Vertretern der "Österreichischen Schule der Ökonomie" irgendwelche "Honneurs" zu machen!

Die Hauptthese Roland Baaders ist, dass die Ursachen aller Verwerfungen / Krisen / Katastrophen / Kalamitäten, seien es die Vergangenen oder die Gegenwärtigen oder die Prognostizierten, in den beiden zutiefst sozialistischen Eckpfeilern der staatlichen Politik:
- "Staatsmonopolistisches Zwangs-Papiergeld"
und
- "Zentralplanwirtschaftliches Zinsdiktat"
zu verorten und zu finden sind!

Auf Basis der "österreichischen Konjunkturtheorie", die durch L. v. Mises begründet und durch F. A. v. Hayek weiterentwickelt worden war, zeigt Roland Baader wie verhängnisvoll die beiden o. g. sozialistischen Eckpfeiler der Politik wirken. Roland Baader legt dar, dass nur in einem System mit jenen sozialistischen Eckpfeilern (insbesondere dem Papier-Schein-Geld ohne eigenen, inneren Wert) jene Exzesse, über die seit offiziellem Beginn der sog. Weltfinanzkrise viel fabuliert und phantasiert worden ist, überhaupt erst möglich sind. Seit 1971 herrscht weltweit ein Papier-Dollar-Standard, der an keinerlei realen Größen gebunden und auch nicht durch realwirtschaftliche Größen limitiert ist – ein Papier-Geld-Standard ohne Limit und ohne irgendeinen inneren Wert, ein "neuer Turmbau zu Babel":
- Seit 1971 vervierzigfachte sich weltweit die Papier-Scheingeld-Menge, die reale Wirtschaft legte jedoch nur um das Vierfache zu.
- Bei jeder noch so kleinen konjunkturellen Delle wurde und wird versucht, diese mittels Unmengen von neuem Papier-Scheingeld zuzukleistern.
- Ozeane von Scheingeld, die mittels staatlicher Verschuldungsorgien aus dem Nichts gezaubert wurden und werden; alles legitimiert durch von Politikern/Regierungen alimentierten Alchemie-Ökonomen des ökonomischen Mainstreams.
- Verschuldungsorgien, die auch dazu dienten Wahlversprechen der Politiker zu erfüllen, grob gesagt, um Wohltaten zur Wählerbestechung und zum Wahlbetrug zu finanzieren.
- Ein etatistisch-interventionistisches System, das auf längere Sicht nur mittels Papier-Scheingeld durchzuhalten ist; ein System, welches die Ersparnisse und das Sparen der "kleinen Leute" zur Farce werden lässt; alleine der US-Dollar verlor seit 1971 über 80% seiner Kaufkraft.
- Usw., usf.

Wie Roland Baader zeigt, zerstören jene beiden o. g. zutiefst sozialistischen Eckpfeiler der staatlichen Politik die wichtigsten Kristalle einer Marktwirtschaft, nämlich:
- Das Geld, welches als allgemeines Tauschmittel, als Recheneinheit (Wertmesser) und als Wertaufbewahrungsmittel dienen soll.
- Und den Zins, der ein prä-monetäres Phänomen ist und den Wertmesser für die Zeit gibt. Die staatliche Manipulation des Zinses hat für das Sparen und das Investieren verheerend-verzerrende Resultate, da der natürliche Zins, der sich aus dem Miteinander der Menschen beim freiwilligen Handeln ergeben würde, politisch abgewürgt ist.

Nur echtes Geld, also Geld mit einem inneren Wert, kann solche Auswüchse und Verwerfungen stoppen. Echtes Geld war vor der papierenen Scheingeldwelt immer Warengeld, meist in der Form der Edelmetalle Gold und Silber, gewesen. Deren reale Menge ist begrenzt und damit ist auch die Größe der Geldmenge auf natürliche Weise begrenzt. Etwas, was von Vorteil ist, da eine wachsende Real-Wirtschaft keine wachsende Geldmenge benötigt und dies durch die außergewöhnliche, wirtschaftliche Erfolgsgeschichte des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts glänzend bestätigt wird. Auch mit dieser Mär der Alchemie-Ökonomen – "dass eine wachsende Wirtschaft auch eine wachsenden Geldmenge benötigt" – geht Roland Baader scharf ins Gericht.

Roland Baader schloss sich uneingeschränkt der Meinung F. A. v. Hayeks an, der gesagt hatte:
"Die Geschichte des staatlichen Umgangs mit Geld ist, mit Ausnahme einiger kurzer glücklicher Perioden, eine Geschichte von unablässigem Lug und Trug. In dieser Hinsicht haben sich Regierungen als weit unmoralischer erwiesen, als es je eine privatrechtliche Körperschaft hätte sein können, die im Wettbewerb mit anderen eigene Arten von Geld auf den Markt bringt." und "Da nun die Regierung die Währungspolitik beherrscht, ist die größte Gefahr auf diesem Gebiet die Inflation. Überall und zu allen Zeiten waren die Regierungen die Hauptursache der Geldentwertung."
Fazit: Wie F. A. v. Hayek ist auch Roland Baader der Meinung, dass die Freiheit und die kulturelle Vielfalt nur erhalten bleiben können, wenn die Menschen dem Leviathan die Herrschaft über das Geld entziehen.

Roland Baaders Prognosen zur neuen Weltwirtschaftskrise sind durch die Geschehnisse ab 2007 glänzend bestätigt worden. Leider aber auch seine Befürchtungen, dass die Politik die Krise mit vermehrtem Einsatz der Mittel, die erst zur Krise führten und diese verursachten, zu betäuben suchen. Dabei ist die sog. Weltfinanzkrise keine Krise, sondern würde die Heilkur sein, die die durch Politik-/Staatsversagen hervorgerufenen Verheerungen bereinigen würde.

In Summa: Auch dieser "neue Turmbau zu Babel" (das Schuldenimperium des Papier-Scheingeldes) der politisch Mächtigen wird scheitern! Mit grausamen und verheerenden Folgen für die zivilisierte Menschheit!