Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen
| Preis | 79,00 € | In den Warenkorb » |
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| Zustand | Neu | Auf Lager | |
| Autor(en) | Jesus Huerta de Soto | Verlag | Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft mbH |
| Sachgebiet(e) | Österreichische Schule | ISBN | 978-3-8282-0532-1 |
| 2011, 624 Seiten, Gebunden | |||
Übersetzt von Philipp Bagus
In dem vorliegenden Werk analysiert der Autor kritisch die ökonomischen und rechtlichen Grundlagen unseres aktuellen Bank- und Kreditsystems. Diesem ist ein hoher Grad an Staatseingriffen und Regulierungen eigen. So hat sich das Finanzsystem zur Achillesferse moderner Volkswirtschaften entwickelt.
Quelle: Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft mbH
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| Rezensionen | |||
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| Gegen den Geldsozialismus | Hubert Milz | 02.11.11 | |
Prof. Bagus hat dankenswerter Weise das Opus Magnum von Prof. Huerta de Soto ins Deutsche übersetzt. Ein Buch, welches dem deutschsprachigen Leser den heutigen Stand der «österreichischen Schule der Ökonomie» näher bringt und schon deshalb sehr zu empfehlen ist, weil die meisten Bücher zur «österreichischen Schule der Ökonomie» in englischer Sprache erscheinen und im deutschen Sprachraum regelmäßig wenig Beachtung finden.
Nicht anders verhält es sich nach diesen Regeln mit einem Girokonto, auch hier muss die Bank jederzeit den Buchwert des Girokontos in bar auszahlen können. Da die Banken im heutigen Teilreservesystem die Giralgelder nur zu einem Bruchteil in Bargeld vorhalten müssen und den Rest z. B. als Kredit verleihen dürfen, sind sie jederzeit insolvent und veruntreuen – gem. jener alten römischen Regeln des Zivilrechts – das Eigentum ihrer Kunden. Prof. Huerta de Soto zeigt, dass es auch Spitzenjuristen nicht gelungen ist diese gesetzlich privilegierte Untreue rechtslogisch zu legitimieren. Somit können – gem. diesen Rechtsregeln – nur wirkliche Ersparnisse durch die Banken als Kredite vermittelt werden. Kredite gem. Teilreserveprivileg sind Kredite aus dem Nichts – Geldschöpfung ex nihilo!
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| Huertas bestes Werk | Malte T. K. | 10.06.11 | |
Dies ist sicherlich das Hauptwerk von Jesús Huerta de Soto aus Madrid. Es gliedert sich grob in drei Teile: Der erste Teil widmet sich der historischen Entstehung des Teilreservebankensystems seit der Antike, über das Mittelalter bis hin zur Neuzeit und beschreibt, wie es zur Entstehung erster Zentralbanken kam. Dieser Teil ist reichhaltig an interessanten Zitaten, geschichtlichen Anekdoten und Beispielen längst vergessener Bankpraxis. Weiterhin breitet Huerta de Soto in diesem ersten Teil seine rechtswissenschaftliche Analyse der Teilreservebank aus und kommt zu dem Schluss, dass ein Teilreservebankensystem tradierte Rechtsbräuche ignoriert bzw. bricht. Der zweite Teil des Buches beschreibt in einer bisher nicht dagewesenen Ausführlichkeit die Wirkungsweise des Geldmultiplikators sowie die Effekte der Geldmengenausweitung auf die Kapitalstruktur einer Volkswirtschaft. Die monetäre Inflation führe zu Konjunkturzyklen und, sofern eine Marktkorrektur der Krise nicht zugelassen werde, zu weiteren Krisen bis hin zu einer Gefahr der Staatspleiten im gesamten monetären System. Diese Horrorvorstellung kommt der aktuellen Entwicklung erstaunlich nahe. Zugleich werden im zweiten Teil konkurrierende Theorieansätze wie der Keynesianismus und der Monetarismus behandelt und kritisch hinterfragt. Der letzte Teil erläutert Huerta de Sotos mehrstufige Strategie, die allmählich in einem "natürlichen" Bankensystem mitsamt einer freien Währung gipfeln soll. Die Lösung Huerta de Sotos sieht, folgend aus den anfänglichen Überlegungen die Teilreservebank betreffend, eine 100%-Reservepflicht für Sichteinlagen vor. Ein solches Bankensystem würde nicht nur Wirtschaftskrisen, wie wir sie derzeit erleben, unmöglich machen. Nein, aus der Sicht des Autors ist ein zu 100% gedecktes Warengeld vielmehr auch die einzige monetäre Ordnung, die sich mit einer Marktwirtschaft verträgt. In diesem Zusammenhang bezieht Huerta de Soto auch eine kritische Stellung gegen die Freebanking-Schule. Professor Jésus Huerta de Soto, der zugleich Ökonomom, Jurist und Versicherungsmathematiker ist, schafft es in diesem Werk, das derzeitige Bankensystem nicht nur ökonomisch zu analysieren, sondern auch von einer ethischen und historischen Warte aus zu betrachten. Das bislang seitenstärkste Buch von ihm löst das Versprechen des Autors aus den frühen 1990er Jahren ein. Damals erklärte er in einer Fußnote seines Buches über den Sozialismus, dass die Erkenntnisse der Unmöglichkeit der Wirtschaftrechnung im Sozialismus auf verschiedene Teilbereiche der Interventionspolitik angewandt werden sollten, wobei Huerta de Soto seine eigene Absicht kundtat, dies im Detail für das Bankensystem zu versuchen. Mit "Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen" schafft es Huerta de Soto überezugend darzulegen, dass ein staatliches Zentralbanksystem nichts anderes ist als eine monetäre Planwirtschaft, die ebenso wie die sozialistischen Versuche des vergangenen Jahrhunderts früher oder später zum Scheitern verurteilt sind. Dieses Buch sollte von jedem gelesen werden, der die Ursachen der Wirtschaftskrise im Detail verstehen möchte und der möglicherweise begonnen hat, der üblichen Berichterstattung über die Gründe der Krise zu misstrauen. |
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