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Durch die Hölle

Durch die Hölle: Willy Berler

Monowitz, Auschwitz, Groß-Rosen, Buchenwald.

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Autor(en) Willy Berler Verlag Ölbaum Verlag
Sachgebiet(e) Totalitarismus ISBN

ca. 232 Seiten, Broschur, viele Abbildungen

Zusammengestellt, historisch kommentiert und mit Fußnoten versehen von Ruth Fivaz-Silbermann. Mit einem Vorwort von Simon Wiesenthal.

Textprobe:

General Patton kommt das Lager besichtigen. Ich nehme die Ereignisse dieses Tages wahr, aber mich läßt alles ziemlich kalt und gleichgültig. Ich bin dabei, als die Amerikaner eine Gruppe von Bürgern aus Weimar zwingt, ins Lager zu kommen. Verhältnismäßig gut genährt und gut gekleidet durchschreiten sie schweigend die Lagerstraßen.

Ich frage mich, wie viele von ihnen durch den grausamen Anblick, der sich ihnen bietet, wirklich erschüttert sind, ob sie überhaupt realisieren, daß all diese zahlreichen Leichen, die entlang der Straßen wie Brennholz aufgeschichtet sind, Menschen waren. Wie viele von ihnen betrachten uns, die Aussätzigen, die zufällig diese unglaubliche Ungerechtigkeit überlebt haben, als menschliche Wesen und als ihresgleichen? Höchstwahrscheinlich halten sie uns immer noch für Feinde des deutschen Volkes, die man wohl doch am besten ganz ausgerottet hätte.

Sie taten so, als ob sie nie geahnt hätten, was in Buchenwald passierte. Aber das ist ausgeschlossen, da die Bevölkerung von Weimar, der Stadt Goethes, neun Jahre lang den Rauch und den Gestank des Krematoriums riechen konnte, wenn der Wind in ihre Richtung wehte. Oft sahen sie Häftlingskommandos in der Stadt, die nach den Bombenangriffen die Ruinen aufräumten. Sie waren sich sehr genau darüber im Klaren, in welcher Lage diese gestreiften menschlichen Wracks sich befanden. Sie wußten Bescheid. All dieses offensichtliche Elend konnte ihnen nicht entgangen sein, aber es hat sie nie wirklich berührt.

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