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Die UN-Gang

Die UN-Gang: Pedro A. Sanjuan

Über Korruption, Spionage, Antisemitismus, Inkompetenz und islamischen Extremismus in der Zentrale der Vereinten Nationen.

Preis 19,80 € In den Warenkorb » Cart
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Autor(en) Pedro A. Sanjuan Verlag zu Klampen
Sachgebiet(e) Globalisierung ISBN 978-3-934920-92-7

2006, 207 S., Hardcover mit Schutzumschlag

Der einzigartige Bericht eines Insiders über die schier unglaublichen Zustände in der Zentrale der Vereinten Nationen

Als Pedro Sanjuan 1984 – soeben zum Direktor für Politische Angelegenheiten ernannt – sein neues Büro in der UN-Zentrale bezog, schraubte er vorsichtshalber den Telefonhörer auseinander. Zum Vorschein kam ein kleines Päckchen Kokain. Der mit diesem Fund konfrontierte sowjetische UN-Untergeneralsekretär zeigte sich nicht nur wenig erstaunt – nein, er gratulierte Sanjuan auch noch zum bestandenen Test. Diese Episode bezeichnet jedoch nur den Anfang von Sanjuans mehr als zehn Jahre dauernder Odyssee durch die Zentrale der Vereinten Nationen. Daß er hier das Zentrum der sowjetischen Spionage in den USA entdeckte, war zum Erstaunen des Autors noch das geringere Problem. Die hehre Weltorganisation entpuppte sich zunehmend als unkontrollierbarer Sumpf: Antisemitismus auf allen Ebenen, Nepotismus, Schlendrian, Drogenhandel, Waffenschieberei, Inkompetenz und islamischer Extremismus – die Liste der institutionellen Verfehlungen ist ebenso lang wie unglaublich. Die UN-Gang zerstört viele Illusionen über eine Weltorganisation, bei der humanitärer Anspruch und institutionelle Wirklichkeit weit auseinanderklaffen. Dabei ist vieles von dem, was Sanjuan pointiert und mit polemischer Verve beschreibt, von absurder Komik – wenn es nicht so erschütternd wäre, weil die Hoffnungen auf ein friedliches Zusammenleben der Völker an eben dieser dringend reformbedürftigen Institution hängen.

»Die UN-Gang ist ein ebenso unterhaltsamer wie leider auch wahrer Bericht über das Innenleben der UN-Zentrale. Wer sich über die Vereinten Nationen informieren will, kommt an diesem Buch nicht vorbei, auch wenn einige Leser bei seiner Lektüre schockiert sein werden.«
Jeane J. Kirkpatrick, ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen

Quelle: Verlag zu KLAMPEN!

Eine Rezension von Hannes Stein findet sich auf der Homepage der Tageszeitung "Die Welt". » Zu diesem Buch eine Rezension schreiben «

Rezensionen
UNtisemitismus Marxo 04.08.06


Pedro A. Sanjuans Klassiker "The UN-Gang" wurde nun ins Deutsche übersetzt und vom Verlag "zu Klampen" 2006 frisch aufgelegt.Der Titel "Die UN-Gang. Über Korruption, Spionage, Antisemitismus, Inkompetenz und islamischen Extremismus in der Zentrale der Vereinten Nationen. Erfahrungsbericht eines Insiders" sagt im Prinzip schon alles, was auf den 205 Seiten im Detail bearbeitet wird.

Für alle, die sich den stolzen Preis von 19.80 für die Hardcoverausgabe nicht leisten können findet sich hier eine kurze Zusammenstellung der schärfsten Zitate.

Ein Auszug aus einer Rede auf einem Russlandbesuch in Leningrad, auf die Frage, warum er die Piskarijowska, den Denkmalsfriedhof von Leningrad besuche:

"Weil die Faschisten vor den Toren Leningrads das Chaos waren und weil die heroische Bevölkerung Leningrads für diese Ordnung stand - und die Ordnung hat gesiegt! Durch das Opfer, das sie gebracht hat, hat die Bevölkerung Leningrads meine Kinder und Enkel [die ich damals noch gar nicht hatte] vor der faschistischen Bedrohung gerettet. Sie haben uns unsere Freiheit bewahrt. Ich bin deshalb gekommen, um den Opfern zu danken." (S. 120)

Er zitiert den Oberbürgermeister von Wolgograd (Stalingrad):

"Ihr Amerikaner habt doch keine Ahnung. Ihr habt ja auch keine Juden, die hinter jeder Tür und hinter jedem Busch sitzen. Wir haben sie, oder wir haben sie gehabt, und müssen immer noch die silbernen Löffel verstecken, damit sie nicht irgendein Bronstein vor unserer Nase mitgehen lässt." (S.121)

Über die Alltagspraxis der sexuellen Belästigung bis hin zur Vergewaltigung in UN-Gebäuden:

"Sexuelle Belästigung gab es im UN-Sekretariat offiziell nicht, weil sie gar nicht als eine Abweichung von der akzeptierten Normalität galt." (S.149)

Über die Ostafrika-Mission der UN:

"Darüber hinaus wurden große Mengen wertloser Medikamente mit abgelaufenen Verfallsdatum gekauft und kontinuierlich eingelagert - eine allgemeine Gesundheitsgefährdung." (S.158)

Über einige Vorfälle nach dem Zusammenbruch der UDSSR:

"Unverdrossen kam derselbe UN-Vertreter nach einem Monat schon wieder in mein Büro. 'Diesmal habe ich eine große Sache' sagte er, 'genau das Richtige für jemanden in ihrer Position.' Mich schauderte bei dem Gedanken, was er als nächstes sagen würde. 'Ich habe Beryllium - Sie wissen ja, dieses Metall, das man für Atombomben braucht -, und zwar vierzigtausend Tonnen, eingelagert in Kasachstan in Güterwaggons. Das soll verkauft werden. Sie müssten jemanden kennen, der daran Interesse hat, das zu vermitteln; es ist ja eigentlich nicht frei verkäuflich." (S. 152)

Sanjuan wurde aufgrund seines Namens von Beginn an als amerikanischer Jude in der UN geschnitten. Die USA übernehmen zwar ein Viertel der UN-Ausgaben, halten aber nur einen Bruchteil der Posten inne. Die relevanten Stellen in der UN wurden von KGB-Leuten besetzt und zur intensiven Spionage genutzt. Laut ehemaligen KGB-Leuten war die UN-Zentrale in Manhattan die erfolgreichste Basis der Sowjetspionage. Die USA nahmen dies nicht ernst und wollten keine diplomatischen Zerwürfnisse mit der UDSSR. Sanjuan schildert den Verwaltungsmoloch, dessen einzige Aufgabe es ist, sündhaft teure Prozesse ohne jeden Inhalt am Leben zu erhalten.

Die UN-Informationsbehörden waren mit PLO-Funktionären besetzt und verteilten deren antiisraelische Propaganda auf Kosten der UN in aller Herren Länder. Schließlich galt es, den Zionismus als Rassismus zu enttarnen. In den Tiefgaragen der UN werden Drogen geschmuggelt, was mit Diplomatenpässen, die via Vetternwirtschaft jeder japanische Yakuza erhält, prima funktioniert. US-amerikanische oder gar jüdische Kritikerinnen in der Organisation wurden gemobbt oder entlassen. Innerhalb der UN haben israelische Bewerber keine Chance, einen Posten über die ihnen zugeschriebene Quote hinaus zu bekommen, diese wurde nie erfüllt. Das israelische Büro ist als einziges mit einem Fenstergitter gesichert, da die Antisemiten aus dem Stockwerk darunter mit einem Seil Sprengsätze anbringen oder einbrechen könnten. Zivilrechtlich können solche Vorgänge wie Terrorismus, Spionage oder Drogenschmuggel nicht belangt werden, der Diplomatenpass machts möglich. Eine innerhalb der UN etablierte Ordnung kann nur von dieser selbst überwunden werden, ein Eingreifen von außen ist so gut wie unmöglich.
Sekretärinnen sind nach einjähriger Frist unkündbar, was die Effizienz sicherlich erhöht. Sanjuan plädiert dafür, die UN nicht wie gewohnt als nutzlosen Papierdinosaurier zu interpretieren, der zum Lachen anregt, sondern als ernstzunehmende Bedrohung!

"Es liegt aber auf der Hand (weil es dafür umfangreiche Belege gibt), dass daß das UN-Sekretariat - das gegenüber äußerer Aufsicht Immunität genießt, finanziell nicht rechenschaftspflichtig ist und terroristischen Elementen leichten Zugang bietet - einen UNterschlupf für Terroristen darstellt, den wir nicht ignorieren können." (S. 185)

Die Empfehlung für das Buch lautet: Kaufen, über die ersten 20 stilistisch etwas ungewohnten, womöglich schlechtübersetzten Seiten hinweglesen, den etwas paraphrasierenden, sprunghaften Verlauf ignorieren und sich verwundert über das die Augen reiben, in das eine internationale Gemeinschaft bisweilen ernsthafte Hoffnung setzt, genozidale Massenmorde wie Ruanda oder Darfur zu verhindern.

Ausführliche Rezension in der "Welt"

http://myblog.de/nichtidentisches/art/4117646/UNtisemites_