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Die Pervertierung der Marktwirtschaft

Die Pervertierung der Marktwirtschaft: Michael von Prollius

Der Weg in die Staatswirtschaft und zurück zur Sozialen Marktwirtschaft

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Zustand Neu Auf Lager
Autor(en) Michael von Prollius Verlag Olzog Verlag GmbH
Sachgebiet(e) Sozial- und Wohlfahrtsstaat ISBN 978-3-7892-8314-7
2009, 224 Seiten, Festeinband/Hardcover

Die Marktwirtschaft ist ein integraler Bestandteil der Kultur des Westens. Zugleich hat die Marktwirtschaft heute viele Gegner und nur wenige Unterstützer. Ihr per se sozialer Charakter wird vor allem von fehlgeleiteten Politikern und interventionistischen Intellektuellen missachtet.

Angesichts des Versagens herkömmlicher Wohlfahrtspolitik mit wachsenden Massen enttäuschter und geprellter Bürger ist es Zeit, dem vorherrschenden wirtschaftspolitischen Schwindel entgegenzutreten. Nicht die Marktwirtschaft ruft Krisen hervor. Dafür sind vielmehr diejenigen verantwortlich, die ständig Ergebnisse gegen die Menschen auf Märkten zu erzielen versuchen.

Die Soziale Marktwirtschaft ist heute nicht mehr sozial. Ursache ist nicht ein Mangel an Sozialstaat, sondern ein Mangel an Marktwirtschaft. Die Finanzkrise ist nicht Folge ungehemmter Marktwirtschaft, sondern zuallererst Ausdruck staatswirtschaftlicher Verfehlungen. Der unversöhnliche Antagonismus zwischen auf Macht gerichteter Politik und auf die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse gerichteter Marktwirtschaft ist der Konflikt dieses Jahrhunderts, dem wir uns endlich stellen müssen. Die Rückkehr zu einer sozialen Marktwirtschaft setzte eine Erneuerung der Marktwirtschaft voraus.

Quelle: Olzog-Verlag

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Rezensionen
Empfehlung Uwe Timm, libertärer Publizist 06.01.10

Es lässt sich selbst von den sogenannten Gegnern der sozialen Marktwirtschaft kaum bestreiten, Wohlstand, steigenden Lebensstandard, höhere Lebenserwartung, verdanken breite Bevölkerungsschichten nach 1946 der sozialen Marktwirtschaft.
Nur Unternehmer, die ihren Mitarbeitern und Kunden dienlich sind, sich in diesem Sinne verhielten, waren und sind am Markt erfolgreich.
Konsumenten sind Nutznießer am Markt, wenn sie sich entsprechend ihren Bedürfnissen für Produkte und Dienstleistungen ihrer Wahl entscheiden.
Michael von Prollius analysiert die Aushebelung des Marktes durch eine Staatswirtschaft, der wir es verdanken, warum die soziale Marktwirtschaft für eine Krise, vornehmlich Finanzkrise verantwortlich gemacht wird, was ursächlich nicht der Fall ist, aber für Wasser auf den Mühlen der Gegner der Marktwirtschaft sorgte.
Wer erfahren will, warum wir eine Entwicklung zur Staatswirtschaft haben, verbunden mit einer Enteignung der Bürger, einer steigenden Staatsquote, es sich bei der Finanzkrise nicht um die Folge einer ungehemmten Marktwirtschaft handelt, sondern um staatswirtschaftliche Verfehlungen und Interventionen, wird in dem Buch von Prollius nicht nur die Hintergründe mit den Fakten erfahren, sondern, was besonders wesentlich ist, er wird auch über die notwendigen Alternativen zur Rückkehr zu einer sozialen Marktwirtschaft informiert.
Gegenüber den Zentralbanken, verantwortlich für instabile Währungen, damit der Geldproduktion, sowie unverantwortlichen Geldschwemme, plädiert der Autor für Free Banking, also für private staatlich unabhängige Währungen..
Die Notwendigkeit einer Golddeckung der Währung mag umstritten sein, aber das es sich beim Geldmonopol um das gefährlichste Monopol des Staates handelt, diese Ansicht vertrat schon B.R. Tucker und wir können nur jede Diskussion begrüßen, die uns in dieser Frage weiter führt und dazu dient, uns von diesem Monopol zu lösen.
Es liegt im Interesse der Politik, des defizitären Staates, für die Finanzkrise ein Marktversagen anzuschwärzen, obwohl es sich ursächlich, wie auch vom Autor belegt, um ein Staatsversagen handelt. Eine Forderung nach Privatisierung des Finanzwesen klingt für manche Bürger fast befremdlich, nur sie übersehen dabei, dass während der Finanzkrise private Banken auf Controlling, Verantwortung, Seriosität setzten, also Wahrung der Interessen der Kunden, was man von den staatlichen Landesbanken und der Regierung im Umgang dem Geld der Bürger nicht gerade behaupten kann.
Heute ist im Zusammenhang mit der Krise oft von einem Turbokapitalismus die Rede, aber die schlimmsten Zustände haben wir dort, wo es mit der Marktfreiheit schlecht bestellt ist, Nord Korea, Simbabwe, in einigen afrikanischen Staaten, auf Kuba und sehr bald auch in Venezuela.
Dass sich auch der Wohlfahrtsstaat in einer Schieflage befindet, zur Entmündigung der Bürger beitrug, Bürger aus der eigenen Verantwortung entlassen wurden, bestärkt für den Autor die Auffassung, dass die Märkte Selbstverantwortung lehren und dafür sorgen, sich für ein selbstbestimmtes Leben zu entscheiden.
Das Buch zeichnet sich durch eine klare und verständliche Sprache aus, so werden auch schwierige ökonomische Sachverhalte für den Laien verständlich. Wer sich für Fragen der Entwicklung der sozialen Marktwirtschaft, wie sie ruiniert wurde, es zu einem großen Staatsversagen in der Finanzkrise kam, interessiert., dem kann man dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

Rezension erstmalig erschienen in Espero Nr. 62