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Die Euro-Misere

Die Euro-Misere: Michael von Prollius

Essays zur Schuldenkrise

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Autor(en) Michael von Prollius Verlag TVR Medienverlag Jena
Sachgebiet(e) Österreichische Schule, Die Euro-Täuschung ISBN 978-3-940431-30-1
2011, 240 Seiten

Die mit dem Euro verbundenen Ziele haben sich als Illusion herausgestellt. Inzwischen wurde vielen bewusst, dass auch der Euro selbst eine Illusion ist. Das herrschende staatliche Geldsystem lässt sich weder ökonomisch, noch rechtlich, geschweige denn sozial oder moralisch glaubwürdig rechtfertigen.

Die Essays des Geldexperten Michael von Prollius beschäftigen sich mit den unser Geld betreffenden grundsätzlichen Fragen und bieten eine alternative Sicht auf dessen Funktionsweise und damit auf die Finanz- und Wirtschaftskrise. Nicht zuletzt entwickelt der Autor einen Ausweg aus dem Missbrauch des Geldes durch die Regierungen.

Dr. phil. Michael von Prollius ist Publizist und Gründer der Internetplattform Forum Ordnungspolitik, die für eine Renaissance ordnungspolitischen Denkens und eine freie Gesellschaft wirbt. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zum Geldsystem. Seine finanzwissenschaftlichen Beiträge und Rezensionen erscheinen zumeist in wissenschaftliche Zeitschriften, aber auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Fuldaer Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung sowie in der Internetzeitung Die Freie Welt.

Quelle: TvR-Group

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Rezensionen
Politisches Zwangsgeld Hubert Milz 28.02.12

In diesem Band hat Dr. Michael von Prollius seine in den letzten Jahren erschienenen Artikel zum Generalthema EURO gesammelt und in als Buchform neu herausgebracht. Alle diese Artikel sind flüssig geschrieben und lesenswert – gerade, wenn sie heute mit Bezug auf Ersterscheinung im Rückblick gelesen und verortet werden!
Die von Politikern und den meisten staatsdienenden Presseorganen (i. d. R. die Führungsorgane der Medienlandschaft) verbreitete Ansicht ist, dass nur die unregulierten und ungezügelten Finanzmärkte durch die irrationale Gier der dort führenden Manager die Finanz-, Währungs- und Staatsschuldenkrise verursacht haben; die Politik und ihre Systemmedien versuchen den Menschen einzutrichtern, dass der Kapitalismus, also die freie Marktwirtschaft, der Schuldige ist.
Dieser weitverbreiteten Mär tritt Dr. von Prollius in diesem Essayband entgegen. Er zeigt, dass der Finanzsektor – hinter dem Sozialversicherungssektor – der Markt mit den engmaschigsten Regulierungen war und ist. Also trotz (oder wegen) einer Überdichte der staatlichen Kontrolle erleben wir seit 2007/08 eine Finanzkrise vom "Feinsten". Es handelt sich – und dies zeigt Dr. von Prollius – also um Politikversagen und keineswegs um Marktversagen.
Auch die Gründe, warum und weshalb es immer und immer wieder zu Krisen, Einschnitten und Verwerfungen kommen muss, werden von Dr. von Prollius klar und schlüssig nachgezeichnet: Der Grund liegt im staatlichen Geldmonopol, einem immateriellen Zwangs- und Scheingeld ohne jeglichen inneren Wert.
Politiker missbrauchen das Geldmonopol, über ihr willfähriges Werkzeug – einer scheinbar unabhängigen und angeblich für Stabilität sorgenden – Zentralbank wird die Geldmenge beliebig aufgebläht und dies führt zu Verwerfungen und Preissteigerungen. Geldmenge und Zins werden primär durch die Zentralbankpolitik, welche die staatliche Politik zu unterstützen und zu flankieren hat, gesteuert, d. h. zentral geplant. Das Geld als wichtigstes Gut der Wirtschaft wird mittels zentraler Planung "produziert" und ebenfalls der Zins, der Preis des Geldes, wird zentralplanerisch festgesetzt. Die Geschichte hat oft genug gezeigt: Preiskontrollen funktionieren nicht, auch nicht beim wichtigsten Preis in der Wirtschaft, dem Preis für das Geld.
Die falschen Signale, die durch die Geld- und Zinspolitik des Staates bei den Unternehmungen und Haushalten ankommen, führen zu Verwerfungen der individuellen Wirtschaftsrechnung und führen zu maßgeblichen Irrtümern bei den individuellen Plänen beim Privathaushalt und beim Unternehmen.
Die weltweit geltenden Regulierungen, z. B. Basel I + II, welche die Politiker entworfen und festgelegt haben, bestimmen, dass eine Bank z. B. ihre Wertpapiergeschäfte gestaffelt nach Risiko mit Eigenkapital zu unterlegen hat. Ein erfolgsabhängiges Banken-Management hatte zu reagieren, auch darauf, dass diese Regulierungen keine Hinterlegung mit Eigenkapital bei Staatsanleihen vorsahen. Diese gelten als absolut sicher und stellen außerdem noch eine Art "eiserner Liquiditätsreserve", denn die Banken können sich z. B. durch Wertpapierpensionsgeschäfte mittels Staatsanleihen bei der Zentralbank unbeschwert refinanzieren. Zwingende Schlussfolgerung hieraus: Die Politiker benutzen die Banken, um über Staatsanleihen Mittel zu kreieren, die sie sonst über Steuererhöhungen hereinholen müssten – oftmals unpopulär und unerwünscht. Da die Staatsanleihen absolut sicher sind und für die Bank probate Papiere zur Liquiditätsversorgung bei der Zentralbank sind, benutzten die Politiker die Banken auch, um die Geldmenge hemmungslos auszudehnen.
Mittels einer u. U. enorm gewachsenen Geldmenge wird nun von den Menschen (private Haushalte und Unternehmen) mehr oder weniger eine gleiche Gütermenge nachgefragt; dies kann nur zu Preissteigerungen und Kaufkraftverfall des Geldes führen. Die Politiker und ihre dienstbereiten Medien sprechen dann natürlich von Preistreiberei u. ä., und nur die Gier der Unternehmer trägt hier die Schuld. Aber die wirklich Schuldigen, dies sind die Politiker, welche die Regeln machen und die Geldmenge ausdehnen: Und die nie die Schuld haben werden, denn die Diebe machen nicht nur die Regeln, sondern sitzen noch dazu über sich selbst zu Gericht -> Freispruch!
Die Krisenverursacher sind die Politiker, weil sie die Macht über das immaterielle Zwangsgeld haben und per Gesetz die Menschen zwingen mit solch einem Scheingeld zu handeln. Egal ob dieses Scheingeld Euro, Dollar oder sonst wie heißt, für Dr. von Prollius ist eines klar: Der Politik muss die Macht über das Geld genommen werden. Marktwirtschaft auch beim Geld, dann würden wir zwar nicht im Paradies leben, aber eine Vielzahl von politikverursachten Problemen würden uns nicht weiter knebeln.

Fazit:
Dieser Essayband von Dr. von Prollius ist sehr empfehlenswert. Natürlich liegt es an der Natur einer Artikelsammlung, dass es hier und da zu Wiederholungen und Überschneidungen kommt, aber dies ist m. E. sogar vorteilhaft, weil dadurch das gleiche Problem mehrmals und auch aus verschiedenen Blickwinkeln kommend betrachtet wird. Der EURO ist nicht alternativlos, die EURO-Zone ist nicht die EU und die EU ist eben auch nicht Europa. Der EURO ist ein Werkzeug der politischen Einfalt, aber Europas Stärke war und ist die Vielfalt!