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Die Ethik der Geldproduktion

Die Ethik der Geldproduktion: Guido Hülsmann
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Autor(en) Guido Hülsmann Verlag Manuscriptum Verlagsbuchhandlung
Sachgebiet(e) Österreichische Schule ISBN 978-3-937801-19-3
2007, 340 S., Leinen
Unsere modernen Währungssysteme wurden geschaffen, um Krisen zu bekämpfen und Wohlstand zu sichern. Aber die Finanzmärkte brechen immer wieder ein; es herrscht Besorgnis. Liegt hier ein Fehler im System? Stößt die Währungspolitik an ihre Grenzen?
Für den Autor is die staatliche Währungspolitik nur eine besondere Form der Geldproduktion, und als solche kann sie mit den üblichen Mitteln der Ökonomie und der rationalen Ethik untersucht werden. Er argumentiert, daß unser Währungssystem ökonomisch und - zumindest aus christlicher Sicht - auch ethisch anfechtbar ist. Es erzeugt ungerechte Einkommen, vernichtet Wohlstand, zerrüttet die moralischen Grundlagen der Gesellschaft und führt letzten Endes zu Hyperinflation oder Totalitarismus.
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Rezensionen
Fundierte Kritik am staatlichen Geldmonopol Hubert Milz 08.02.10

Prof. Hülsmann zeigt sich in diesem Buch als profunder Kenner des Geldwesens. Dabei behandelt er das Thema Geld nicht nur aus ethischer Sicht, wie der Titel andeuten könnte, sondern das Buch birgt ebenso messerscharfe ökonomische Analysen aus Sicht der 'österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre'.
Prof. Hülsmann zeigt in diesem Buche auf, wie Geld am freien Markt wirkt und wie es am freien Markt entstanden sein kann. Daneben zeigt er, wie die Staatsregierungen es Schritt für Schritt verstanden haben das Geldwesen in Staatshand zu überführen, also ein staatliches Geldmonopol zu begründen.
Er verwirft in seiner brillanten Analyse das staatliche Geldmonopol. Prof. Hülsmann zeigt, dass die Ängste vor "Horten" (dem Grundübel bei Keynes) und "Deflation" unbegründet sind. Die Standardargumente der Anhänger des staatlichen Papiergeldmonopols, dass

- eine wachsende Wirtschaft auch eine wachsende Geldmenge benötigt, um das Preisniveau stabil zu halten - eine expansive staatliche Papiergeldpolitik das Wirtschaftswachstum fördert - eine expansive staatliche Papiergeldpolitik nötig sei, um Unternehmungen/Betriebe mit billigen Krediten zu versorgen;

werden von Prof. Hülsmann trefflich als nicht notwendig und/oder schädlich widerlegt. Schädlich, weil solche Maßnahmen falsche Signale aussenden und zu fehlerhaftem Verhalten der wirtschaftlich handelnden Akteure führen. Die beiden zutiefst zentralplanerischen Eckpfeiler des staatlichen Geldmonopols - staatsmonopolistisches Zwangs-Papiergeld und staatliches Zinsdiktat (Geldpolitik der Zentralbanken) - sind für Prof. Hülsmann die Ursachen von Geld- und Währungskrisen und diesen Krisen anheftenden Verwerfungen. Ständig entstehen durch die Geldpolitik der Staaten via Zentralbanken neue Krisen, wie die jetzige Weltfinanzkrise. Dies ist also kein Marktversagen, sondern solche Krisen sind die erwarteten Reaktionen der Märkte auf jene staatliche Geldpolitik - eine Krise ist die Heilkur des Marktes.
In seinen ethischen Ausführungen zeigt Prof. Hülsmann, ausgehend vom Naturrecht, dass die staatliche Geldpolitik mit ihrer Schwemme von Papiergeld, die Eigentumsrechte der Menschen massiv aushöhlt, und zwar durch stetige Inflationierung wird die sog. Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes ad absurdum geführt. Hier schlägt Prof. Hülsmann geschickt und souverän den Bogen von der Bibel, der Antike (Aristoteles) und den großen scholastischen Denker (z. B. Nicolas von Oresme, der schon im Mittelalter die Schädlichkeit des staatlichen Geldmonopols nachwies) hin zu den Positionen der großen Vertreter der 'österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre' (Ludwig von Mises und Murray Newton Rothbard). Prof. Hülsmann zeigt auf, dass die Folgen von Inflation zu kalten Enteignungen beim Einkommen und beim Vermögen führen, dass der Staat das Moralempfinden der Bevölkerung untergräbt und so tradierte Werte - z. B. die Grundlagen der Familien - aushöhlt und letztlich zerstört.
Prof. Hülsmann plädiert letztendlich für 'natürliches Geld', d. h. für Geld, welches am Markt entsteht und dort von den handelnden Menschen als Geld verwendet wird. Ergo spricht sich Prof. Hülsmann für eine konsequente Schleifung des staatlichen Geldmonopols aus. Sollte es nicht gelingen das Geldwesen zu entnationalisieren, so erwartet Prof. Hülsmann, dass die Inflationen der weltweiten Papiergeldwährungen zu Hyperinflationen mutieren werden oder dass die Welt endgültig durch zentralistische Planwirtschaft bis ins kleinste Detail absolut unfrei werden wird.

Das Buch ist jedem zu empfehlen, der etwas über die Geschichte und die Hintergründe von Geld- und Währungswesen erfahren möchte. Das Buch enthält eine Fülle von Informationen und ist sehr gut lesbar.