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Demokratie

Demokratie: Hans Hermann Hoppe

Der Gott, der keiner ist

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Autor(en) Hans Hermann Hoppe Verlag Manuscriptum Verlagsbuchhandlung
Sachgebiet(e) Konservativismus ISBN 978-3-933497-86-4

2003, Edition Sonderwege bei Manuscriptum, aus dem Amerikanischen von Robert Grözinger, ca. 340 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag

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Rezensionen
Staat oder Freiheit? Hubert Milz 06.07.10

Der Autor untersucht zunächst die Staatsformen Monarchie und Demokratie, anschließend schlägt er eine natürliche Ordnung für das Zusammenleben der Menschen vor.

Da ein Monarch Teil einer Dynastie ist, nämlich der seiner Familie, denkt und handelt er gewöhnlich nicht kurzfristig, sondern langfristig. Daraus folgt, dass ein Monarch über Generationen denkt. Sein eigener Wohlstand, der seiner Familie und der Bestand der Dynastie hängen vom langfristigen materiellen Wohlstand seines Landes ab. Je höher der Wohlstand seiner Untertanen, umso so höher auch seine und seiner Familien Einnahmen.
Der Monarch wird also versuchen die produktiven Kräfte seines Landes zu fördern, z. B. gute Aufstiegschancen für Menschen zu schaffen, die gute und/oder sehr gute Qualifikationen haben. Durch solche guten Chancen, die sein Land bietet, werden eher gute Kräfte ins Land kommen.
Natürlich wird auch ein Monarch versuchen das Recht zu seinen Gunsten zu deuten, umzubiegen und zu ändern. Dabei wird er jedoch behutsam vorgehen, auch was Steuern und Abgaben und deren Erhöhungen angeht. Der Autor bringt historische Beispiele, die dem Leser z. B. zeigen, dass auch die Monarchen in der Zeit des Absolutismus' nicht die absolute Macht hatten, die der Name Absolutismus suggeriert. Auch diese Fürsten mussten aus eigennützigen ökonomischen Gründen behutsam ihre Steuer- und Abgabenpolitik betreiben.
Für den Autor ist es ziemlich eindeutig, dass ein Monarch sein Land in langfristiger Sicht regiert, weil seine "Zeitpräferenz" langfristiger Natur ist.

In der Demokratie ist dies anders, hier ist schon durch den Modus der Wahlperioden die "Zeitpräferenz" kurzfristiger Natur. Demokratisch gewählte Staatsregierungen bemühen sich kurzfristige Erfolge zu erzielen, da eine langfristig angelegte Politik u. U. nicht ihnen, sondern einer neugewählten Regierung, vielleicht der nächsten oder übernächsten, Vorteile bringen könnte. Von daher ist die Politik demokratischer Regierungen auf die kurze Sicht festgelegt, deshalb viele Wahlversprechen, viele Subventionen und Transferleistungen. Alles mit dem Geld der Bürger finanziert, der Staat und erst recht der demokratische Staat finanziert sich und die "Wohltaten", die er verteilt, nur mit den Finanzmittel, die den Bürgern früher oder später abgenommen werden müssen. Steuern sind Raub - wie dies schon Perikles sagte - und die Steuern und Abgaben im demokratischen Staat sind groß anlegte Raubzüge.
Diese Kurzfristigkeit im Handeln der Regierungen hat Rückkoppelungen auf die Bevölkerung. Auch die Bürger in der Demokratie verinnerlichen mehr und mehr die "Zeitpräferenz" der kurzfristigen Art. Wie Kinder, die die Dinge, die sie sehen sofort haben wollen. Hier teilt der Autor die Warnungen von Alexis de Tocqueville, der schon 1835 in seinem Werk "Über die Demokratie in Amerika" analytisch zeigte, dass demokratische Regierungen ihre Bevölkerung im kindischen Zustand halten und belassen wollen.

Für den Autor ist die Alternative zu den beiden Staatsformen die natürliche Ordnung. Diese basiert auf dem Vertragsrecht. In der natürlichen Ordnung regeln die Menschen das Zusammenleben durch freiwillige Verträge und Übereinkünfte selbst.

Der Autor zieht in seiner Analyse die Monarchie der Demokratie vor. Die Demokratie - dies dies meint der Autor gemäß logischer Analyse und historischer Beispiele nachweisen zu können - verletzt öfters die Rechte der Menschen, erpresst höhere Steuern und Abgaben und ist auch viel aggressiver und kriegerischer als die Monarchie.
Aber auch den von vielen Liberalen befürworteten Minimalstaat lehnt der Autor ab. Auch Minimalstaaten haben das Gewaltmonopol und wie die Geschichte uns lehrt, auch Minimalstaaten mutieren zu Maximalstaaten. Keine Verfassung kann so getrimmt sein, dass Machtpolitiker es nicht schaffen werden, wenn einmal Staat da ist - also der Leviathan den Fuß in der Tür hat -, immer mehr und mehr Macht an sich zu reißen. Ein Beispiel dafür sind die USA, diese traten als Minimalstaat an und mutierten zu einem furchterregenden Maximalstaat.

Der Autor schlägt vor, dass wir Bürger zivilen Ungehorsam üben lernen, um Leviathan zurückzudrängen. Friedliche Sezessionen sollten die Staaten verkleinern helfen, diese Sezessionen sollten soweit getrieben werden, dass die Staaten sich auflösen und überflüssig werden. Also ziviler Ungehorsam der friedlichen Art, mit dem Ziel den Staat als Zustand zu überwinden.

Man kann festhalten, dass in dem Buch eine zackige Analyse etlicher misslicher Zustände und Entwicklungen der heutigen politischen Zeiten versucht worden ist, mittels oftmals polemischen und politisch unkorrekten Formulierungen, die auch Labsal für die Seele sind. Derartige Wohlgefühle können dazu verführen, dass beim ersten Lesen - zumindest zunächst - einige Fehler und Schwächen übersehen werden. Denn der Autor, obwohl Wissenschaftler und kein Politiker, beherrscht den suggestiven Stil, mit welchem ein politischer Rhetor die Leser in seinen Bann zu ziehen versucht, so dass z. B. etliche Fehler und/oder Unterlassungen in den historischen Beispielen und dadurch in den darauf aufbauenden Argumentationsketten u. U. nicht sofort oder auch gar nicht bemerkt werden.
Doch als Fazit gilt: Trotz solcher Schwächen ist das Buch ein durchaus lesenswertes Buch.

Ein Meisterwerk! Lacruche 10.03.10

Es ist eine intelektuelle Illusion, daß eine soziale Ordnung gedacht und nach gewissen rationalen Prinzipien gestaltet werden kann. Die menschliche Zivilisation, Kultur und Wohlstand entstanden in einem Millionen Jahre andauernden ungeplanten, evolutiven Prozess erst auf Basis von privatem Eigentum, freiwilligen Handel und daraus folgend Arbeitsteilung und Kapitalakkumulation . Eine Privatrechtsordnung erlaubt und fördert genau diesen Prozess. Darüberhinaus ist sie moralisch und ethisch allen anderen Gesellschaftsformen überlegen. Ökonomisch gesehen würde die Menschheit in einer Privatrechtsordnung in einem für uns heute unvorstellbaren Ausmaß prosperieren. HHH zeigt vom Standpunkt der apriori Theorie der Österreichischen Schule, dass vor allem die Demokratie genau diesen Prozess zerstört und im Zeitablauf zum Sozialismus führt. Genau das aber bedeutet das Ende einer jeden Zivilisation und die zwangsläufige Rückkehr zum Faustrecht!

Blanker Unsinn! Silvester 07.01.10

Ein Schmarren, dieses Buch. Daß sich überhaupt ein Verlag dazu hergibt es zu drucken!
Der Hoppe will wohl zurück zum Faustrecht! Er weiß nicht was er redet bzw. schreibt! Er würde wohl selbst im Faustrecht nicht weit kommen und alsbald ins Gras beißen.