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Das Mephisto-Prinzip

Das Mephisto-Prinzip: Dirk Maxeiner, Michael Miersch

Warum es besser ist, nicht gut zu sein

Preis 8,95 € Vergriffen
Zustand Neu
Autor(en) Dirk Maxeiner, Michael Miersch Verlag Heyne Verlag
Sachgebiet(e) Globalisierung ISBN 3-453-86136-1

Taschenbuch, erschienen 2003, 192 Seiten

leider nicht mehr lieferbar

Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten, sagt ein englisches Sprichwort. Anders formuliert: Eine gute Gesinnung schafft noch lange keine bessere Realität. Niedere Motive dagegen mögen zwar eine schlechte Presse haben, aber sie wirken oftmals überraschend segensreich. Das Mephisto-Prinzip zeigt, wie aus purem Eigennutz genau das hervorgebracht wird, was die Gutmenschen dieser Welt immer wieder anmahnen: sozialer und ökologischer Fortschritt.

Ein britisches Unternehmen erwirbt Lebensversicherungen von Todkranken. Je früher die Betroffenen sterben, desto größer der Gewinn. Unmoralisch? Vielleicht. Vor allem aber ein Geschäft auf Gegenseitigkeit: Viele unheilbar Kranke nutzen das Geld für bessere Medikamente oder die Erfüllung eines letzten großen Traumes.

Aufschlussreich auch der Vergleich zwischen der britischen Prinzessin Diana, der herzerwärmenden Lichtgestalt, und Margaret Thatcher, der "eisernen Lady". Hier das scheue und gutmeinende Reh mit dem elfenhaften Lächeln - da der Rottweiler mit den gefletschten Reißzähnen des Turbokapitalismus. Frau Thatcher wird wohl nicht den Aufstieg in den Olymp der Guten an der Seite von Prinzessin Di schaffen - und doch war die vielfach unbeliebte Politikerin ein Glücksfall für Großbritannien. Sie hat das Land vorm Staatsbankrott gerettet und den Briten letztendlich mehr gedient als alle Prinzessinnen zusammengenommen.

Dies sind nur zwei von vielen Beispielen aus Geschichte und Gegenwart, mit denen das Buch zeigt, wie das vorgeblich Schlechte immer wieder durchaus gute Ergebnisse hervorbringt. Gute Absichten allein verhindern keinen Krieg, besiegen keinen Hunger, schaffen keinen Arbeitsplatz und retten keine bedrohte Tierart. Das Mephisto-Prinzip ist ein Plädoyer dafür, menschliches Handeln nicht an seinen Intentionen, sondern an seinen Ergebnissen zu messen. Dabei geht es vielen hartnäckigen Mythen rechter und linker Moralprediger an den Kragen. Im Inhalt finden sich unter anderem folgende ungeliebte Wahrheiten:

* Die Globalisierung ist eine Befreiungsbewegung für die Dritte Welt.
* Der Kauf von Tropenholz kommt der Umwelt zugute.
* Der Kapitalismus ist eine Wohlstandsmaschine auch für die Armen.
* Ingenieure verbessern die Welt, nicht Ideologen.

Quelle: Dirk Maxeiner und Michael Mirsch

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Rezensionen
"Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft" Hubert Milz 30.04.13

"Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft"

So lautet das Prinzip bei Mephisto in Goethes Faust. Und die heutigen Gutmenschen sehen den Eigennutz als das Böse:
Aus Eigennutz nach etwas streben – pfui! Nach höhreren Werten hat der banale Mensch, der nicht weiß was er will, auf Befehl des Gutmenschen zu streben!

Glatt erzählt und flott geschrieben:
In dieser Art zeigen die Autoren dieses Buches anhand etlicher Beispiele, dass genau jenes böse und eitle und grundüble, sprich eigensüchtige Streben für das Wohlbefinden des eigenen Sacks der Gesellschaft als solcher in der Regel ein vielfältiges Mehr an Wohlfahrt, Wohlstand und Wohlbefinden erbringt als jedwede hochedle und hochmoralische Handlung eines Gutmenschen.

Gut gemeint, dies ist eben eben nicht gut, sondern meist das Gegenteil von gut; deshalb sollte das Motto für Gutmenschen in Umkehrung zum Mephisto-Prinzip wohl lauten:
"Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und doch das Böse schafft!"

Ein feines Büchlein – sehr lesenswert!