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Civitas Humana

Civitas Humana: Friedrich August von Hayek, Wilhelm Röpke, Hugo Sieber, Egon Tuchtfeldt, Hans Willgerodt

Grundfragen der Gesellschafts- und Wirtschaftsreform

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Zustand Neu Auf Lager
Autor(en) Wilhelm Röpke Verlag Haupt Verlag AG
Herausgeber Friedrich August von Hayek, Hugo Sieber, Egon Tuchtfeldt, Hans Willgerodt
Sachgebiet(e) Freiburger Schule - Ordoliberalismus ISBN 978-3-258-02871-2
412 Seiten, Kartoniert

4. Aufl. 1979

nach der im Eugen Rentsch-Verlag, Erlenbach-Zürich und Stuttgart erschienenen 3. Aufl. 1949 gedruckt

durchgesehen von Eva Röpke

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Rezensionen
Für eine gute Gesellschaft von freien Menschen Hubert Milz 07.02.10

Das Buch "Civitas humana" ist sozusagen die Fortsetzung des Buches "Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart"

Auch in diesem Buch warnte Wilhelm Röpke sprachgewaltig vor den Gefahren, die den westlichen Gesellschaften drohten - und auch heute noch drohen:

- dem Kollektivismus, verkörpert durch Wohlfahrtsstaat, Sozialismus und Kommunismus;
- einem Materialismus, der geistig leer und substanzlos ist;
- dem Protektionismus;
- dem nur noch sinnentleerten Streben nach Wirtschaftswachstum;
- dem Konsumwahn, immer mehr und mehr;
- der uferlosen Selbstvergottung des Menschen, der sich anmaßt Herr der Welt zu sein;
- der Massengesellschaft und ihrer Langeweile;
- der Entfremdung von der Natur;
- der Entwurzelung der Menschen;
- der kollektiven Stallfütterung der Untertanen;

Wortgewaltig beschrieb Röpke seine Vorstellung, sein Kulturideal einer natürlichen Ordnung gemäß dem Menschen. Und dieses Menschenbild war für ihn grundsätzlich das christliche Menschenbild, der Mensch als Ebenbild Gottes - lebend in einer Gemeinschaft im Einklang mit sich und der Natur.
Notwendig für das Funktionieren einer guten Gesellschaft ist für Röpke ein Minimum an gemeinsamem Sinn, an Werten und Normen; sonst hat keine freie Gesellschaft auf Dauer die Chance zu bestehen. Gemeinsame Wertvorstellungen sind für Röpke das Fundament einer liberalen Gesellschaft. Normen und Werte, Traditionen, Sitte und Moral sowie das Recht sind für Röpke die entscheidenden Bollwerke einer Gesellschaft freier Menschen. Wobei die wirtschaftliche Freiheit die eigentlich notwendige Bedingung ist: ohne wirtschaftliche Freiheit, ohne Marktwirtschaft, auch keine freie Gesellschaft. Die Eliten der Gesellschaft sollen die Werte vorleben und auch die Funktion einer Marktwirtschaft verstehen und begreifen. Nur jemand, der die Marktwirtschaft auch versteht, kann diese verteidigen.

Im Nachruf auf seinen Freund Alexander Rüstow schrieb Wilhelm Röpke:
"Geschichte und Erfahrung hatten ihn gelehrt, welche Kräfte des Bösen in Herrschaft, Macht und Übermaß stecken. Was Trägheit des Herzens, Dummheit und Verantwortungslosigkeit im öffentlichen wie im privaten Leben anrichten können, war ihm vertraut. Aber auch die großen Kulissen der Heuchelei, Lüge und Unaufrichtigkeit, wo immer er sie in Geschichte und Gegenwart zu erblicken glaubte, begegneten seinem immer regen Misstrauen."
Dieser Auszug aus dem Nachruf an Alexander Rüstow gilt uneingeschränkt auch für Wilhelm Röpke selbst.