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Aus Schaden klug?

Aus Schaden klug?: Roland Baader, Philipp Bagus, Pierre Bessard, Christian Hoffmann, Karen Ilse Horn, Beat Kappeler, Daniel Kohler, Robert Nef, Thorsten Polleit, Michael von Prollius, Pascal Salin, Rahim Taghizadegan

Ursachen der Finanzkrise und notwendige Lehren

Preis 9,90 € Vergriffen
Zustand Neu
Autor(en) Roland Baader, Philipp Bagus, Karen Ilse Horn, Beat Kappeler, Daniel Kohler, Robert Nef, Thorsten Polleit, Michael von Prollius, Pascal Salin, Rahim Taghizadegan Verlag Liberales Institut
Herausgeber Pierre Bessard, Christian Hoffmann
Sachgebiet(e) Österreichische Schule, Liberalismus ISBN 9783033021624
2009, 151 Seiten, Broschur

Im Jahr 2008 stand das internationale Finanzsystem vor einem Zusammenbruch. Eine Flaute auf dem US-Immobilienmarkt hatte die grossen Investmentbanken, etablierte Geschäftsbanken und Versicherungen in den finanziellen Ruin getrieben. Die Kreditversorgung der Weltwirtschaft kam zum Stillstand. Wie konnte das passieren?

Die Politik kennt nur einen Sündenbock: die Gier und Irrationalität des entfesselten Kapitalismus. Weltweit brechen Regierungen in einen spektakulären Aktionismus aus - Billionensummen werden mobilisiert, um Banken zu verstaatlichen und Industrieunternehmen zu stützen. Die Zentralbanken öffnen ihre Geldschleusen weiter denn je. Doch ohne ein fundiertes Verständnis der Finanzkrise drohen vorschnelle Reaktionen nur weiteren Schaden anzurichten.

Der vorliegende Band stellt darum die notwendigen Fragen: Was sind wirklich die Hintergründe und Zusammenhänge der aktuellen Finanzkrise? Warum kommt es in unserem Finanzsystem immer wieder zu krisenhaften Erschütterungen? Und was kann dagegen getan werden?

Renommierte Autoren werfen einen Blick hinter die Kulissen der "Subprime-Krise" und zeigen auf, wie eine falsche Politik, regulatorische Fehlanreize und eine schlechte Geldordnung die Marktwirtschaft destabilisieren und Wohlstand vernichten. Ein echtes Umdenken ist notwendig, damit der Markt wieder nachhaltiges Wachstum sichern und Krisen vorbeugen kann.

Fundierte Analysen und kritische Stellungnahmen, die die Finanzkrise neu bewerten: Mehr Markt und Wettbewerb sind die einzigen Mittel gegen Geld- und Finanzkrisen. Es ist höchste Zeit, aus Schaden klug zu werden!

Mit Beiträgen von Roland Baader, Thorsten Polleit, Beat Kappeler, Pascal Salin, Michael von Prollius, Karen Horn, Rahim Taghizadegan, Daniel Kohler, Philipp Bagus und Robert Nef.

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Rezensionen
Politik: Resistent bei Kritik und unfähig zu lernen! Hubert Milz 23.10.12

Im Gefolge der Subprimekrise von 2007 am us-amerikanischen Immobilienmarkt brach 2008 die sog. Weltfinanzkrise aus.

Die veröffentlichte Meinung aus Politik und Massenmedien (wie der Name schon sagt, für die Massen und deshalb gefilterte Nachrichtenverbreitung) hatte sehr schnell die Schuldigen ausgeguckt: Marktwirtschaft - Turbokapitalismus - gierige Finanzmarktakteure - unregulierte Märkte etc.

Unter dem Applaus der Claqueure der Massenmedien und weiter Teile des Publikums agierten Politiker mit einem Aktionismus, der seines gleichen sucht. Die Chance wurde ergriffen, um zu demonstrieren wir - die Politik - sind die Retter und ohne uns, dem Primat der Politik, geht alles den Bach hinunter. Die angeblich unabhängigen Zentralbanken legten alle Hemmungen ab und überschwemmten die Märkte mit Liquidität, ungeheuerliche Banken-Rettungsschirme für systemische Banken wurden aufgelegt, vollmundige Garantien für Spargroschen verkündet (wobei dies kein Politiker kann, es sei denn, er lässt die Notenpresse rotieren) u. a. m. Selbstverständlich meldeten sich auch die üblichen politischen Etatisten lautstark mit Forderungen, wie: Verstaatlichung von Banken, Versicherungen und Industriekonzernen zu Wort.

Aber war dieses scheinbar so kraftvolle Agieren der Politik sinnvoll? Waren die Maßnahmen überhaupt durchdacht? Und wurden überhaupt die Ursachen, weshalb es zur Krise kam untersucht? Oder wurden nicht doch nur Schnellschüsse ins Dunkel abgefeuert, natürlich flankiert durch Stellungnahmen staatlich bezahlter Fachleute?

Die Autoren dieses Bandes stellen solche Fragen, untersuchen, wägen ab und antworten. Und ihre Antworten sind regelmäßig andere, als wie diese im täglichen Mainstream der Massenmedien breitgetreten werden.
Die Autoren kommen nämlich zu dem Schluss, dass es sich bei Subprime-/Finanzkrise keineswegs um Marktversagen handelt, sondern um ein eklatantes Staatsversagen - keine Krise der Marktwirtschaft (fälschlich real existierender Kapitalismus genannt, obwohl wir bisher nicht im Kapitalismus gelebt haben), vielmehr eine Krise der anmaßenden Politiken, z. B.
- der Community Reinvestment Act:
Allen Amerikanern, egal welcher Bonität, ihr Häuschen zu verschaffen, dies war das Ziel. Die Banken wurden durch den Gesetzgeber zur Vergabe von Immobilienkrediten an Bonitätsschwache und Leute bar jeder Bonität gezwungen. Die Politik schuf den Subprime-Markt und ließ zu, dass die Banken die giftigen, unsicheren Kredite entsorgen konnten. Jene Kredite wurden gebündelt und als "Wertpapiere" an Dumme und Leichtgläubige weltweit verkauft;
- solche Dummen - nämlich für ihre Partei verdiente Politiker - saßen auch zuhauf in europäischen Finanzhäusern, z. B. in den deutschen Landesbanken und diese Politiker sorgten für die de facto Versenkung jener Banken;
- die Politik hatte mittels den von ihr selbst fabrizierten und weltweit geltenden Regulierungen (z. B. Basel I und II) dafür Sorge getragen, dass alle international tätigen Banken in die gleiche Risikorichtung tendieren mussten;
- die Politik hatte mittels Regulierungsvorgaben klar festgelegt, dass Staatsanleihen per se sicher sind, eine Bank brauchte beim Ankauf einer Staatsanleihe keinerlei eigenes Risikokapital zu unterlegen. Ergebnisabhängige Bankmanager mussten dem folgen und der Weg für ein hemmungsloses Wachsen der Staatsschulden war geebnet;
- und etliche Mätzchen und Scherze mehr erlaubte sich die politische Kaste aus allen Parteifarben.

Die Autoren dieses Bandes legen hier kraftvolle Analysen vor, alle auf guter Basis ruhend, logisch, mitunter auch frech und provokant formuliert bürsten die Beiträge dieses Bandes wohltuend gegen die vom Staat gewünschte veröffentlichte Meinung.

Fazit: Auch Subprime- und Weltfinanzkrise gehen, natürlich wie fast alle Kamalitäten der letzten 100 Jahre, auf Fehler - leider auch sehr anmaßende Fehler - der "Primaten der Politik" (Parlamente, Regierungen bzw. ihnen nahestehende Kombattanten) zurück. Und lasse ich die letzten Jahre Revue passieren, dann stelle ich fest: Politiker sind leider lernunfähig, die wenigen Ausnahmen, die es gibt, bestätigen leider nur die Regel!

Da das Buch inzwischen leider vergriffen ist, würde ich persönlich eine erweiterte und aktualisierte Neuauflage sehr begrüßen!!!!