Adolf Reinach - Sämtliche Werke
Textkritische Ausgabe in zwei Bänden
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| Zustand | Neu | Versandfertig in ca. 2 bis 4 Werktagen | |
| Autor(en) | Adolf Reinach | Verlag | Philosophia Verlag GmbH |
| Herausgeber | Karl Schuhmann, Barry Smith | ||
| Sachgebiet(e) | Recht | ISBN | 3-88405-015-X |
| 1989, 848 Seiten, Leinen | |||
Bd. 1: Werke (XVIII + S. 1-611 S.), Bd. 2: Kommentar und Textkritik (S. 612-848)
Klappentext:
Mit dem wachsenden Interesse an österreichischem philosophischem Denken, sowohl in der deutsch- als auch in der englischsprachigen Welt, wird es notwendig, die klassischen Werke dieser einmaligen intellektuellen Tradition wieder zugänglich zu machen. (...) Übernational und multidisziplinär wird diese Tradition nun als antimentalistisch und antirelativistisch gesehen. Sie zeigt eine deutliche Hinwendung zur Sprache und eine Tendenz, das Gegebene auf jeder Ebene schlicht hinzunehmen, ob im Bereich der reinen Ontologie oder in ihrer Behandlung der Werte und Traditionen, die hinter den Oberflächenerscheinungen des gesellschaftlichen und politischen Lebens liegen.
Im letzten Jahrzehnt war der Beginn einer bemerkenswerten Annäherung der Phänomenologie Edmund Husserls an die analytische Sprachphilosophie zu beobachten. Die vorliegenden Bände bieten wichtige Originaltexte der phänomenologischen Sprachphilosophie. Reinach, stark von den Arbeiten des frühen Husserl beeinflusst, wandelte Husserls phänomenologische Methode in eine eigene streng analytische Methode um, die er insbesondere auf Probleme der Logik und der Wissenschaftstheorie, der Rechtsphilosophie und der Psychologie anwandte.
Die zentrale Rolle des Begriffs der Sachverhalte in Reinachs Philosophie erinnert an die formale Ontologie in Wittgensteins Tractatus. Reinachs bedeutendster Beitrag ist jedoch enthalten in seinem Werk „Die apriorischen Grundlagen des bürgerlichen Rechts“ (1913) und darüber hinaus in der detaillierten Analyse der a priori-Struktur des Versprechensaktes. Diese Analyse führt zu einer sorgfältig ausgearbeiteten phänomenologischen Theorie der Sprechakte, die die späteren Theorien von Austin und Searle vorwegnimmt und teilweise sogar über sie hinausgeht.
Die textkritische Ausgabe erscheint in zwei Bänden. Band I beginnt mit einem Geleitwort von Eberhard Avé-Lallemant, dem Verwalter von Reinachs wissenschaftlichem Nachlaß, und einem Vorwort des Herausgebers. Es folgt im ersten Teil die textkritische Ausgabe der Arbeiten, die von Reinach selbst publiziert wurden. Der zweite Teil ist eine Sammlung aller Arbeiten aus Reinachs Nachlaß, die sich in publizierbarer Form befinden und wichtige Arbeiten einschließen, die bisher nicht zur Verfügung standen über solche Themen wie ethische Aussagen, Sprechakte, („soziale Akte“), Wahrnehmung und Zahlentheorie zusammen mit kurzen Ausführungen zu den Problemen von Erkenntnistheorie, Logik und Ethik.
Band 2, der mit einer ausführlichen biographischen und thematischen Einleitung des Herausgebers beginnt, enthält den textkritischen Apparat, der auch ausführliche Abschnitte zu Herkunft und Quellen aller publizierten Materialien bietet. Ein Literaturverzeichnis mit den bibliographischen Angaben zu den von Reinach benutzten Quellen beschließt den Band.
Inhalt:
- Band: Werke
- Teil: Kritische Neuausgabe (1905-1914) Über den Ursachenbegriff im geltenden Strafrecht (1905) William James und der Pragmatismus (1910) Die obersten Regeln der Vernunftschlüsse bei Kant (1911) Kants Auffassung des Humeschen Problems (1911) Zur Theorie des negativen Urteils (1911) Die apriorischen Grundlagen des bürgerlichen Rechts (1913) Die Überlegung; ihre ethische und rechtliche Bedeutung (1912/13) Paul Natorps „Allgemeine Psychologie nach kritischer Methode“ (1914)
- Teil: Nachgelassene Texte (1906-1917) Die Grundbegriffe der Ethik (1906) Wesen und Systematik des Urteils (1908) Über impersonale Urteile (1908?) Notwendigkeit und Allgemeinheit im Sachverhalt (1910) Nichtsoziale und soziale Akte (1911) Die Vieldeutigkeit des Wesensbegriffs (1912) Über Dingfarbe und Dingfärbung (1913) Einleitung in die Philosophie (1913) Zum Begriff der Zahl (1913/14) Über Phänomenologie (1914) Über das Wesen der Bewegung (1914) Aufzeichnungen (1916/17)
- Band: Kommentar und Textkritik
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| Rezensionen | ||
|---|---|---|
| Die apriorischen Grundlagen des bürgerlichen Rechts | R. Stiebler | 01.03.05 |
Adolf Reinach: Sämtliche Werke – Textkritische Ausgabe in 2 Bänden (Bd. 1: Werke (XVIII + S. 1-611 S.), Bd. 2: Kommentar und Textkritik (S. 612-848)), Herausgegeben von Karl Schuhmann und Barry Smith, Philosophia Verlag, München, 1989 Klappentext: Mit dem wachsenden Interesse an österreichischem philosophischem Denken, sowohl in der deutsch- als auch in der englischsprachigen Welt, wird es notwendig, die klassischen Werke dieser einmaligen intellektuellen Tradition wieder zugänglich zu machen. (...) Übernational und multidisziplinär wird diese Tradition nun als antimentalistisch und antirelativistisch gesehen. Sie zeigt eine deutliche Hinwendung zur Sprache und eine Tendenz, das Gegebene auf jeder Ebene schlicht hinzunehmen, ob im Bereich der reinen Ontologie oder in ihrer Behandlung der Werte und Traditionen, die hinter den Oberflächenerscheinungen des gesellschaftlichen und politischen Lebens liegen.
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