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Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel

Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel: Ludwig von Mises
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Autor(en) Ludwig von Mises Verlag Duncker & Humblot
Sachgebiet(e) Österreichische Schule ISBN 978-3-428-11882-3
2005, 420 Seiten

unveränd. Nachdruck der 2., neubearb. Aufl. von 1924.

Bei der "Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel", die erstmal 1912 erschienen ist, handelt es sich um eines der grundlegendsten theoretischen Bücher zum Geldwesen überhaupt. Ludwig von Mises erklärt die Entstehung des Geldwertes und die Entstehung des Geldwesen. Er setzt sich weiterhin mit den Auswirkungen staatlicher Eingriffe in das Geldwesen auseinander. Er legt damit das Fundament für die österreicheichische Konkjunkturtheorie.

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Rezensionen
Das Buch der Geldtheorie Hubert Milz 18.03.10

Ludwig von Mises (1881-1973) legte mit seiner Habilitationsschrift 1912 dieses bedeutende Werk zur Geldtheorie vor.

Mit diesem Werk integrierte L. v. Mises die Geldlehre in die theoretische Volkswirtschaftslehre. Mises dehnte die subjektive Wertlehre Mengers auf die Analyse der Geldwirtschaft aus und überwand so die - damals vorherrschende - unbefriedigende theoretische Trennung zwischen Real- und Geldwirtschaft.

Wesentliche Eckpunkte des Buches sind:
- die Bestimmung des Geldwertes mittels der Methode der grenzwerttheoretischen Analyse;
- die Funktionen des Geldes, aus dem Marktgeschehen durch menschliches Handeln ableitbar;
- die Kritik der schablonenhaften Quantitätstheorie des Geldes;
- die Analyse der Nichtneutralität des Geldes (lange vor Keynes herausgestellt);
- die Darlegung der verschiedenen Geldformen, wie
> Warengeld im engeren Sinne (Gold, Silber, etc.)
> Zeichengeld, juristisch zu Geld ernannt
> Kreditgeld, also geldwerte Forderungen, die Geldfunktionen annehmen können
> Geldsurrogate, z. B. nicht durch Warengeld gedeckte Banknoten
> Geld im weiteren Sinne, wie Bankdepositen und Geldzertifikate

Die Nichtneutralität des Geldes ist die Grundlage zum m. E. wichtigsten Teil des Buches: der monetären Konjunkturtheorie.
Dieser Ansatz nur ganz kurz skizziert: Geldmengenänderungen erwirken eine Veränderung (Verzerrung) der relativen Preise und somit ganz allgemeine Veränderungen bei der Verteilung der Wertschöpfung. Eine künstliche Geldmengenausweitung hat bei den Marktteilnehmern falsche Signalwirkung; denn durch das gestiegene Geldangebot sinken die Zinsen unter ihrem natürlichen Satz. Bankkredite werden vermeintlich billiger und es werden Investitionen getätigt, die auf der Höhe des natürlichen Zinssatzes unrentabel wären. Künstlich wird hierdurch ein Aufschwung erzeugt, der auf größtenteils unveränderte Zeitpräferenzen der Marktteilnehmer trifft. Sobald hierüber die Zinsen wieder ansteigen, werden etliche dieser künstlich erzeugten Investitionsvorhaben zu teuer und sich als Fehlinvestitionen herausstellen. Die Kredite, mit welchen diese Fehlinvestitionen finanziert werden, müssen aber weiter bedient werden und der Abschwung beginnt.

L. v. Mises Lösungsvorschlag wirkt radikal. Mises plädiert für eine 100%ige Golddeckung aller Zahlungsmittel, nur dann wäre den Banken die Möglichkeit eigener Buchgeldschöpfung zu nehmen und somit dieser Weg einer Geldmengenerhöhung ausgeschlossen. Und nicht nur dies, auch im Zentralbankensystem wäre 'fiat money' durch die Regierungspolitik nicht mehr möglich.

Fazit:
Diejenigen, die etwas über das Geld-, Kredit- und Währungsgeschehen lernen und verstehen möchten sollten dieses Buch lesen. Wer die Gedankengänge, die L. v. Mises in diesem Buch darlegt, nachvollzieht und akzeptiert, wird zu der Einsicht gelangen, dass die konjunkturellen Krisen regelmäßig das Ergebnis der beiden Eckpfeiler der staatlichen Wirtschaftspolitik sind, und diese heißen: 'Staatsmonopolistisches Zwangs-Papiergeld' und 'Zentralplanwirtschaftliches Zinsdiktat'.