Buchausgabe
Info Kontakt Impressum Suche Warenkorb
buchausgabe.de - Bücher für den Liberalismus

Fauler Zauber

Fauler Zauber: Roland Baader

Schein und Wirklichkeit des Sozialstaats

Preis 24,54 € Vergriffen
Zustand Neu
Autor(en) Roland Baader Verlag Resch-Verlag
Sachgebiet(e) Sozial- und Wohlfahrtsstaat ISBN 3-930039-59-1

295 Seiten, Hardcover vergriffen, als Taschenbuch hier erhältlich

Das soziale Netz reißt und steuert in den Offenbarungseid. Die sich jagenden 'Reformen' sind nur die Tünche über die schwärenden Wunden falscher Systeme. Wachsende Arbeitslosigkeit, ausufernde Staatsverschuldung, steigende Kriminalität, Politikverdrossenheit und Niedergang des Standorts Deutschland - alles das sind nicht vorübergehende Auswüchse, sondern logisch-unerbittliche Folgen der deutschen Sozial-Pathologie.

Die Sozialpolitik heilt nicht den gesellschaftlichen, ökonomischen und ethischen Niedergang, sondern umgekehrt: Das tabuisierte Heiligtum 'Sozialstaat' führt in den finanziellen, moralischen und gesellschaftlichen Bankrott. Als ersatzreligiöser Götzenkult zerstört er sogar die christlichen Fundamente der abendländischen Zivilisation. Roland Baader, klassisch-liberaler Nationalökonom und Erfolgsautor ('Kreide für den Wolf', 'Die Euro-Katastrophe', 'Die Enkel des Perikles', 'Wider die Wohlfahrtsdiktatur'), seziert die Erosions-Mechanismen mit wissenschaftlicher Akribie und zeigt die beschwerlichen Wege aus den Zeitgeist-Fallen.

Für eine große Lesergemeinde, aber auch für seine Kritiker, gilt der Autor als der entschiedenste Freiheitsdenker der Gegenwart im deutschen Sprachraum. Seit 1997 ist er Mitglied der von Friedrich A. von Hayek gegründeten Mont Pelerin Society. Baaders scharfsinnige Analyse ist zugleich ein überzeugendes Plädoyer für den Minimalstaat, denn: Der Staat löst keine Probleme - er ist das Problem. Ein Buch für alle, denen die zunehmende Unfähigkeit unseres Gemeinwesens nicht gleichgültig ist.

Quelle: Verlag Dr. Ingo Resch

» Zu diesem Buch eine Rezension schreiben «
Rezensionen
"Der wohlwollende Bandit"? Hubert Milz 17.07.13

In diesem Buch zeigt Roland Baader, dass der Wohlfahrtsstaat nur ein "Bandit" ist, der in der Maske des "pater familas": "Ich liebe Euch doch alle", letztendlich eine Politik, die für "Armut, Not und Elend" verantwortlich ist, vollzieht.

Angelehnt an Mancur Olson zeigt Roland Baader prägnant, dass der "Staat" an und für sich nichts anderes darstellt, als eine Organisation, die mittels Schutzgelderpressung – genannt Steuern – Geldeinkünfte erzielt, um z. B. die "Staatsdiener" zu entlohnen. Im Gegenzug verspricht "Staat" den Erpressten, dass er ("Staat") Leben, Freiheit und Eigentum der Erpressten gegenüber anderen "Organisationen des Schutzgeldgeschäftsfeldes" schützen wird. Die "Banditen" bilden demnach in dem von ihnen kontrollierten Gebiet die Klasse der Herrschenden, sind nicht produktiv tätig, sondern leben parasitär auf Kosten des produktiven Bevölkerungsteils.

Damit die "Banditen-Herrschafts-Elite" die Macht nicht missbraucht und über Gebühr erheblich ausweitet, wurden besonders im 18. Jahrhundert die Ideen zur Beschränkung staatlicher Macht systematisch ausgearbeitet (bspw. von Locke, Kant und Montesquieu); der "Staat" soll ein Minimalstaat sein, dessen Aufgaben sich auf eine funktionierende, an Regeln gebundene Justiz, den Schutz der Bürger im Innern und nach Außen beschränken sollte. Ein Minimalstaat, in welchem sich die drei klassischen Staatsgewalten gegenseitig kontrollieren und beschränken werden.

Die Geschichte verlief leider anders, als von den Ideen- und Stichwortgebern der staatlichen Machtbeschränkung gedacht und erwartet. Der "Staat" dehnte seine Macht immer weiter aus, natürlich nur, weil "Staat" es gut meinte mit seinen Untertanen. Heutzutage wuchert "Staat" als Wohlfahrtsstaat überall – ein den Untertanen rundum "beglückender" Versorgungsstaat.

Diesen Versorgungsstaat spießt Roland Baader mit spitzer Feder auf; denn dieser allumfassende Versorgungsstaat zeichnet sich dadurch aus,

- dass er die Menschen ihrer Verantwortung beraubt,
- dass er den Verlust an menschlicher Energie verantwortet,
- dass er dadurch die kreativen Anlagen der Menschen ins Negative umkehrt;
- dass er die Staatsapparate aufbläht,
- dass er dadurch eine maßlose staatliche Ausgabensteigerung herbeiführt
und
- dass er vollkommen ineffektiv und damit der Verursacher einer verschwenderischen Misswirtschaft ist.

Kurz, dieser Versorgungsstaat ist eben auch ein Unrechtsstaat, der keineswegs das allgemeine Wohl fördert. Roland Baader zeigt z. B., dass die sog. staatliche Sozialpolitik völlig asozial ist – so z. B.
- sind die staatlichen Sozialversicherungen keine Versicherungen, sondern Kriegs- und Kampfordnungen;
- erzeugt die staatliche Bildungspolitik mehr oder weniger das Gegenteil, ist also viel eher eine staatlich alimentierte Verblödungspolitik, welche die "Zombies" heranzüchtet, die so ein "Staat" nötig hat;
- bedingt die Politik des Wohlfahrtsstaates nahezu zwingend das Wuchern der Kriminalität, der Drogensucht, der Armut und insbesondere das Aushebeln der Familien als die Keimzellen einer guten Gesellschaft von freien und mündigen Bürgern, welche "Staat" selbstbewusst auf Augenhöhe begegnen;
usw., usf.!

Für Roland Baader ist es deshalb für die abendländische Kultur überlebenswichtig, dass der ausufernde und wuchernde Wohlfahrtsstaat zurückgestutzt wird auf das Niveau eines Minimalstaates – nur so sind für Roland Baader die kümmerlichen Reste der vielfältigen europäischen Kultur und Freiheiten zu retten und zu revitalisieren. Gelingt dies nicht, dann droht am Ende die totale Dekandenz.

Fazit: Eine ausgezeichnete und wichtige Kampfschrift, die viele Ideen miteinander verknüpft (z. B. findet man an vielen Stellen im Buch gute Prisen Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek, Mancur Olson, Wilhelm Röpke oder Alexander Rüstow) und gut verständlich darstellt!