Die Ethik der Geldproduktion
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| Autor(en) | Guido Hülsmann | Verlag | Manuscriptum Verlagsbuchhandlung |
| Sachgebiet(e) | Österreichische Schule | ISBN | 978-3-937801-19-3 |
Unsere modernen Währungssysteme wurden geschaffen, um Krisen zu bekämpfen und Wohlstand zu sichern. Aber die Finanzmärkte brechen immer wieder ein; es herrscht Besorgnis. Liegt hier ein Fehler im System? Stößt die Währungspolitik an ihre Grenzen?
Für den Autor is die staatliche Währungspolitik nur eine besondere Form der Geldproduktion, und als solche kann sie mit den üblichen Mitteln der Ökonomie und der rationalen Ethik untersucht werden. Er argumentiert, daß unser Währungssystem ökonomisch und - zumindest aus christlicher Sicht - auch ethisch anfechtbar ist. Es erzeugt ungerechte Einkommen, vernichtet Wohlstand, zerrüttet die moralischen Grundlagen der Gesellschaft und führt letzten Endes zu Hyperinflation oder Totalitarismus.
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| Rezensionen | ||
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| Fundierte Kritik am staatlichen Geldmonopol | Hubert Milz | 08.02.10 |
Prof. Hülsmann zeigt sich in diesem Buch als profunder Kenner des Geldwesens. Dabei behandelt er das Thema Geld nicht nur aus ethischer Sicht, wie der Titel andeuten könnte, sondern das Buch birgt ebenso messerscharfe ökonomische Analysen aus Sicht der 'österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre'.
- eine wachsende Wirtschaft auch eine wachsende Geldmenge benötigt, um das Preisniveau stabil zu halten - eine expansive staatliche Papiergeldpolitik das Wirtschaftswachstum fördert - eine expansive staatliche Papiergeldpolitik nötig sei, um Unternehmungen/Betriebe mit billigen Krediten zu versorgen; werden von Prof. Hülsmann trefflich als nicht notwendig und/oder schädlich widerlegt. Schädlich, weil solche Maßnahmen falsche Signale aussenden und zu fehlerhaftem Verhalten der wirtschaftlich handelnden Akteure führen. Die beiden zutiefst zentralplanerischen Eckpfeiler des staatlichen Geldmonopols - staatsmonopolistisches Zwangs-Papiergeld und staatliches Zinsdiktat (Geldpolitik der Zentralbanken) - sind für Prof. Hülsmann die Ursachen von Geld- und Währungskrisen und diesen Krisen anheftenden Verwerfungen. Ständig entstehen durch die Geldpolitik der Staaten via Zentralbanken neue Krisen, wie die jetzige Weltfinanzkrise. Dies ist also kein Marktversagen, sondern solche Krisen sind die erwarteten Reaktionen der Märkte auf jene staatliche Geldpolitik - eine Krise ist die Heilkur des Marktes.
Das Buch ist jedem zu empfehlen, der etwas über die Geschichte und die Hintergründe von Geld- und Währungswesen erfahren möchte. Das Buch enthält eine Fülle von Informationen und ist sehr gut lesbar. |
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