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buchausgabe.de - Bücher für den Liberalismus
Rezensionen
Schattenkinder Katshii :D 21.10.11 Schattenkinder 3 - Die Betrogenen ( Margaret Peterson Haddix )

einfaach soo hamma geil das Buch, alsoo ich hatte eins schon in einer Stunde durchgelesen. Voll interessant, spannend und traurig zu gleich :DD würde ich weiterempfehlen !!!

"Fisch-Wirtschaft" - Wachstum und Niedergang Michael von Prollius 16.10.11 Wie eine Volkswirtschaft wächst ... ( Andrew J. Schiff, Peter D. Schiff )

Die Überraschung des Jahres ist das mit zahlreichen Comic ähnlichen Illustrationen versehene Buch des Ökonomen und Bestsellerautors Peter Schiff, der bereits 2002 und 2006 die Finanzkrise vorhergesagt hatte. Das von seiner Aufmachung her ungewöhnliche Buch ist eine exzellente Einführung in die Ökonomie und zugleich eine allgemein verständliche Erklärung der Weltwirtschaftskrise.

Wie der Titel treffend verspricht werden Entstehung und Wachstum einer Wirtschaft sowie ihr Niedergang erläutert. Im Mittelpunkt steht eine Fabel, die das berühmte Robinson-Beispiel zum Ausgangspunkt einer immer arbeitsteiligeren Insel-Gesellschaft nimmt. Als Zahlungsmittel dient ein Gut mit intrinsischem Wert: Fisch. Auf bestechend klare Weise erläutern die Brüder Schiff wie natürliches Wirtschaften funktioniert, darunter Sparen und Investieren, Kredite und Konsum, Arbeitsteilung und Wirtschaftswachstum. „Underconsumption“ wird zum Schlüssel für Prosperität. Konsum steigt, weil die Wirtschaft wächst, und nicht anders herum. Deflation ist eine natürliche Entwicklung, ermutigt durch Sparen die Kapitalbildung und ermöglicht so weiteren Wohlstand. Später kommen die Entstehung von Banken, Infrastrukturprojekte und Außenhandel hinzu.

Der methodische Fisch-Kniff ermöglicht es den Schiff-Brüdern der Realität einen Spiegel vorzuhalten. Amüsante Sprachspiele deuten das Fortgeschrittenen an: „Closing the fish window“, „Watersnake scandal“ und „The fish hit the fan“. Entlarvend sind die Ausführungen zur „Fishinflation“. Einfach nachzuvollziehen ist zudem, wie Regierungen die natürliche Ordnung zerstören können, nachdem sie sich mehr Aufgaben angemaßt haben als erforderlich und insbesondere das Geld zerstören.

Durch die große Schrift und zahlreiche Illustrationen sowie Text-Boxen mit „Reality checks“ für Übertragungen der Fisch-Fabel auf die Realität und „Take aways“ für grundlegende Einsichten ist die kurzweilige Lektüre innerhalb weniger Stunden zu schaffen. Auch deshalb gehört das von den Erkenntnissen der Österreichischen Schule durchdrungene libertäre Überraschungsbuch des Jahres 2010 in jeden Haushalt.

Quelle: Forum Ordnungspolitik

Ich will den 2. Teil! -- 13.08.11 Schattenkinder 2 - Unter Verrätern ( Margaret Peterson Haddix )

Ich habe den 1. Teil in 3 Tagen durchgelesen. *-* ♥

Ökonomie für reale Menschen Hubert Milz 14.07.11 Wirtschaft wirklich verstehen ( Rahim Taghizadegan )

Rahim Taghizadegan hat ein Buch vorgelegt, mit dem Untertitel: "Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie".
Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der die Wirtschaft - so wie im Titel gefordert - auch wirklich verstehen will. Denn das Buch ist tatsächlich eine Einführung in die Ökonomie, weil Rahim Taghizadegan auf der Basis des gesunden Menschenverstandes in der verbalen Schritt-für Schritt-Analyse, welche von Ökonomen "der Österreichischen Schule der Ökonomie" beherrscht und bevorzugt wird, argumentiert. Das ist besonders wohltuend im Vergleich mit den einführenden VWL-Lehrbüchern, die standardmäßig von den Mainstream-Ökonomen an den Hochschulen empfohlen werden und doch nichts anderes sind, als irreal-mathematische Spielereien eines rationalistischen Irrwegs auf Basis der Kunstfigur "homo oeconomicus".
Rahim Taghizadegan zeigt:
wie Menschen handeln und was aus den Handlungen folgt;
dass jeder Mensch individuelle Wertvorstellungen und Präferenzen, diese sind im Zeitverlauf nicht konstant und indifferent, hat;
dass das menschliche Handeln die Signale sind, welche andere Menschen, die fremd und unbekannt sind, Botschaften übermitteln;
dass diese Botschaften eine Basis der Preisbildung sind;
dass die Preise von gestern Signalfunktion für das Handeln von heute haben;
dass die wirtschaftspolitischen Interventionen der Politik Anmaßung sind und letztendlich ins Leere laufen (auch wenn die Interventionen gut gemeint sind: Gut gemeint ist im Ergebnis eben nicht gut!)
dass das staatliche Geldmonopol von der Politik zum Schaden der Menschen missbraucht wird;
dass die staatliche Geldpolitik mittels dem Transmissionsriemen "Zentralbank-Teilreservebanken" zu Verwerfungen und Verzerrungen führt und letztendlich für die Konjunkturzyklen verantwortlich zu machen ist;
dass Wohlstand nicht durch Konsum entsteht, sondern aus der gelungenen Kombination Arbeit-Sparen(=Konsumverzicht)-Investieren der Stock an Kapitalgütern entsteht, welcher erst die Tretmühle des Alltags erleichtert und für mehr Wohlstand sorgt;
usw.!
Das Buch hebt sich wohltuend ab von den Schwarten der Mainstream-Ökonomen, die z. B. im Konsum durch Schuldenmachen den Weg zum Wohlstand sehen. Hierzu bemerkte Prof. Hoppe einmal, dass man einem aufgeweckten Kind im Kindergarten innerhalb von wenigen Minuten klar machen kann, dass Schuldenmachen und Konsumieren keinerlei Wohlstand hervorbringen - leider glauben 99% der sog. Ökonomen auch und insbesondere die angeblichen ökonomischen Cracks/Koryphäen genau diesen Unsinn des Schuldenmachens und Konsumieren. Dieses Denken liegt an rationalistischen Irrwegen, die Rahim Taghizadegan in diesem Buch einleuchtend offenlegt und klar widerlegt.

Fazit: Summa cum laude ist die angemesse Wertung für dieses Buch!

Huertas bestes Werk Malte T. K. 10.06.11 Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen ( Jesus Huerta de Soto )

Dies ist sicherlich das Hauptwerk von Jesús Huerta de Soto aus Madrid. Es gliedert sich grob in drei Teile: Der erste Teil widmet sich der historischen Entstehung des Teilreservebankensystems seit der Antike, über das Mittelalter bis hin zur Neuzeit und beschreibt, wie es zur Entstehung erster Zentralbanken kam. Dieser Teil ist reichhaltig an interessanten Zitaten, geschichtlichen Anekdoten und Beispielen längst vergessener Bankpraxis. Weiterhin breitet Huerta de Soto in diesem ersten Teil seine rechtswissenschaftliche Analyse der Teilreservebank aus und kommt zu dem Schluss, dass ein Teilreservebankensystem tradierte Rechtsbräuche ignoriert bzw. bricht. Der zweite Teil des Buches beschreibt in einer bisher nicht dagewesenen Ausführlichkeit die Wirkungsweise des Geldmultiplikators sowie die Effekte der Geldmengenausweitung auf die Kapitalstruktur einer Volkswirtschaft. Die monetäre Inflation führe zu Konjunkturzyklen und, sofern eine Marktkorrektur der Krise nicht zugelassen werde, zu weiteren Krisen bis hin zu einer Gefahr der Staatspleiten im gesamten monetären System. Diese Horrorvorstellung kommt der aktuellen Entwicklung erstaunlich nahe. Zugleich werden im zweiten Teil konkurrierende Theorieansätze wie der Keynesianismus und der Monetarismus behandelt und kritisch hinterfragt. Der letzte Teil erläutert Huerta de Sotos mehrstufige Strategie, die allmählich in einem "natürlichen" Bankensystem mitsamt einer freien Währung gipfeln soll. Die Lösung Huerta de Sotos sieht, folgend aus den anfänglichen Überlegungen die Teilreservebank betreffend, eine 100%-Reservepflicht für Sichteinlagen vor. Ein solches Bankensystem würde nicht nur Wirtschaftskrisen, wie wir sie derzeit erleben, unmöglich machen. Nein, aus der Sicht des Autors ist ein zu 100% gedecktes Warengeld vielmehr auch die einzige monetäre Ordnung, die sich mit einer Marktwirtschaft verträgt. In diesem Zusammenhang bezieht Huerta de Soto auch eine kritische Stellung gegen die Freebanking-Schule.

Professor Jésus Huerta de Soto, der zugleich Ökonomom, Jurist und Versicherungsmathematiker ist, schafft es in diesem Werk, das derzeitige Bankensystem nicht nur ökonomisch zu analysieren, sondern auch von einer ethischen und historischen Warte aus zu betrachten. Das bislang seitenstärkste Buch von ihm löst das Versprechen des Autors aus den frühen 1990er Jahren ein. Damals erklärte er in einer Fußnote seines Buches über den Sozialismus, dass die Erkenntnisse der Unmöglichkeit der Wirtschaftrechnung im Sozialismus auf verschiedene Teilbereiche der Interventionspolitik angewandt werden sollten, wobei Huerta de Soto seine eigene Absicht kundtat, dies im Detail für das Bankensystem zu versuchen. Mit "Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen" schafft es Huerta de Soto überezugend darzulegen, dass ein staatliches Zentralbanksystem nichts anderes ist als eine monetäre Planwirtschaft, die ebenso wie die sozialistischen Versuche des vergangenen Jahrhunderts früher oder später zum Scheitern verurteilt sind. Dieses Buch sollte von jedem gelesen werden, der die Ursachen der Wirtschaftskrise im Detail verstehen möchte und der möglicherweise begonnen hat, der üblichen Berichterstattung über die Gründe der Krise zu misstrauen.