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Rezensionen
Exzellent Hubert Milz 27.01.12 Die Wiener Schule der Nationalökonomie ( Eugen Maria Schulak, Herbert Unterköfler )

Eugen Maria Schulak und Herbert Unterköfler, beide Mitglieder des Wiener Instituts für Wertewirtschaft, haben ein sehr kompetentes Buch zur "Wiener Schule der Volkswirtschaftslehre" vorgelegt.

Sachkundig führen die beiden Autoren den Leser durch die Ideen der durch Carl Menger begründeten "Wiener Schule der Volkswirtschaftslehre".
Gezeigt wird die subjektivistisch-individuelle Sicht zu den wichtigen Fragen von Wirtschaft und Gesellschaft: Nutzen - Preise - Geld - Konjunktur usw.; dabei wird der Leser - und dies gefällt mir besonders gut - an die Mitglieder der "Wiener Schule der Volkswirtschaftslehre" herangeführt, lernt diese in einem Umfange kennen, der beindruckend ist. Dadurch werden auch die verschiedenen Entwicklungsstränge, die von den verschiedenen Protagonisten der Schule ausgehen, klar und sachlich aufgezeigt. Auch die kontroversen Dispute, die die Schule mit Vertretern anderer Denkrichtungen - wie z. B. der "Deutschen Historischen Schule der Nationalökonomie" und anderen staatsverliebten Lehren - werden verständlich und vor allem ruhig-sachlich dargelegt.

Fazit: Für jeden Freund, Sympathisanten oder Anhänger der Wiener Schule der Volkswirtschaftslehre" ist dieses Buch eigentlich Pflicht - wie Prof. Hülsmann anmerkte: Ein Standardwerk!

An den Wolf Tommy Casagrande 13.01.12 Das Kapital am Pranger ( Roland Baader )

Dann hast du das Buch eben nicht richtig gelesen, Wolfi. Wir haben keinen Kapitalismus. Schon gar keinen real existierenden. Wir haben ein sozialistisches Gebilde, dass die Verantwortungslosigkeit institutionalisiert. Man kann das vor allen Dingen an staatlichen Aktivitäten erkennen. Gewinne werden privatisiert und Kosten werden sozialisiert. Das funktioniert nur, weil das Haftungsprinzip ausgeknipst wurde. Und haftung gibt es nur dann, wenn es auch Verantwortliche (und sohin Verantwortung) gibt. Wenn aber der Staat in das Leben der Menschen eingreift, dann haftet das Volk, der Steuerzahler. Es gibt Heute kein Haftungsprinzip des Einzelnen, der zuvor Verantwortung zu tragen hatte. In unserer Massendemokratie ist es systemimmament, dass die Verantwortungslosigkeit vom Staat ermöglicht und die Folgekosten von der Allgemeinheit getragen werden. Dem kann nur der freie Markt, freies Unternehmertum und somit auch das einsetzende Haftungsprinzip für eigenes Handeln Abhilfe schaffen. Denk amoi noch ;).

Empfehlenswert Katinka 13.12.11 die literatte ( Stefan Blankertz )

'Die Literatte' von Stefan Blankertz ist ein Buch, dem ich viele Leser unter Lehrern und Eltern wünsche, damit sie miterleben, was das stumpfsinnige Pauken für Schäden in den Seelen der Kinder und Jugendlichen anrichtet. Zwar spielt die Geschichte vor einigen Jahrzehnten, aber ich kann als jemand, dessen Schulzeit noch nicht so lange zurückliegt, nur bestätigen: Das Bild, das der Autor da zeichnet, trifft auch heute noch zu. Zwar geht es hier um junge Männer (der Autor ist wohl auf eine reine Jungsschule gegangen), aber die Atmosphäre kann ich gut nachvollziehen und es war für mich interessant zu lesen, wie das Aufwachsen für einen Jungen in jener Zeit war. An die eigenwillige Sprache und dem Spiel mit verschiedenen Schrifttypen muss man sich erst gewöhnen, aber nachdem ich mich da reingefunden hatte, war es ein zusätzlicher großer Spass.
Liebe Grüße Ktinka

Aufwachsen Mitte der 1970er Jahre ohne bekloppt oder verkloppt zu werden Karl-Otto Werg 12.12.11 die literatte ( Stefan Blankertz )

Der vor allem mit Mittelalterkrimis hervorgetretene Schriftsteller geht in seinem neuen Roman „Die Literatte“ nicht gar so weit zurück in der Geschichte. Der „Wortmetz“, wie er sich nennt, erzählt auf ein paar Tage zusammengedrängt, wie er Mitte der 1970er Jahre zum Mann wurde, wie man so schön sagt, in einer Zeit, in der Mann-Sein alles andere als angesagt war. Wer die Kulturrevolution in jenen Jahren in Westdeutschland wie ich miterlebt hat, wird durch das Buch zum Tagträumen und Erinnern angeregt. Da der Autor, wie er auf seiner Homepage schreibt, seine Aufzeichnungen aus der damaligen Zeit benutzt hat, klingt seine Beschreibung des (Schul-) Alltags und der Kämpfe der maoistischen Kadertruppen sehr authentisch; so weit ich sehe, gibt es kaum was, was nachträglich hineingeflickschustert wurde. Und diejenigen, die jene Zeit nicht erlebt haben, können auf kurzweilige und doch tiefschürfende Weise miterleben, wie wir damals aufgewachsen sind zwischen absurder linker Politik und gähnender schulischer Langeweile. Wie viel von dem Beschriebenen auf eigener autobiografischer Erfahrung basiert und wie viel ausgedacht ist, kriegt der Leser nicht sortiert. Aber dieser Schwebezustand macht auch einen Reiz des Buches aus.

can't be blank Schattenkinder 01.12.11 Schattenkinder 1 ( Margaret Peterson Haddix )

Das Buch ist scheiß. ich gehe in die 7 und kann nur sagen wer so etwas schreibt ist gestört!!!!!!!!!!!!!!!