Was SIE schon immer über Wirtschaft (nicht?) wissen sollten
Was Ihnen Lehrer und Professoren nicht gesagt haben
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| Zustand | Neu | Versandfertig in ca. 2 bis 4 Werktagen | |
| Autor(en) | Dr. Werner Ende | Verlag | stay-free |
| Sachgebiet(e) | Irrtum und Wissen, Österreichische Schule | ISBN | 978-3-00-027471-8 |
| 2009, 209 Seiten, Taschenbuch | |||
Wissen Sie, was Geld ist? Sind Sie sicher?
Sind Sie - wie fast jeder beliebige Lehrer oder Professor - der Ansicht, dass die Scheine mit dem Aufdruck Euro, Dollar oder Schweizer Franken tatsächlich richtiges Geld sind?
Wenn die Mehrheit behauptet, zwei und zwei seien drei, stimmen Sie dann auch zu? Über die Wahrheit wird ja abgestimmt (!), oder? Einst pflegte man zu sagen: "Überlass das Denken den Pferden, die haben einen größeren Kopf."
Heute herrscht die Meinung vor: "Überlass das Denken den Politikern, die wissen schon, was zu tun ist." Oder gehöhren Sie zu den Leuten, die sich nichts vormachen lassen, wenn es um so entscheidende Themen wie Geld, Wirtschaft und Arbeitsplatz geht?
Dann sind Sie hier richtig. In leicht fassbarer und lebendiger Form vermittelt Ihnen dieses Buch die Grundlagen zum Verständnis einer modernen Wirtschaft. Sie erfahren, wie es zur heutigen Weltwirtschaftskrise kam, warum diese gar nicht so plötzlich und überraschend kam, wie es scheint, und weshalb unsere "freien" Medien mit ihrer Berichterstattung versagten.
Abgerundet wird das Werk durch zahlreiche Erläuterungen und Literaturquellen, mit denen Sie sich in Ökonomie so richtig fit machen können.
Viel Vergnügen wünscht Ihnen
Ihr Werner Ende
Quelle: Buchrückentext
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| Rezensionen | ||
|---|---|---|
| Warum haben Ihnen Lehrer und Professoren das nicht gesagt? | Michael von Prollius | 14.05.09 |
„Bücher sind nichts anderes als dicke Briefe an Freunde.“ Dieses Buch ist eine leidenschaftliche Antwort auf die veröffentlichte Sicht von Wirtschaft und Gesellschaft und dürfte die Leser ebenso spalten wie Jean Paul, von dem das einführende Zitat stammt. Unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise und der „katastrophale[n] Finanzpolitik der US-Regierung und ihrer Zentralbank“ hat Werner L. Ende ein gleichermaßen verdienstvolles wie streckenweise noch unvollständig wirkendes Buch in Eile geschrieben. Titel und Inhaltsverzeichnis deuten an, dass es sich um eine Einführung in die Wirtschaft handelt. Erfreulicher Weise fußen die neun Kapitel zu zentralen ökonomischen und wirtschaftspolitischen Fragen auf der Handelnslehre: „Wirtschaft verstehen heißt Handeln verstehen. Handeln bedeutet in der Ökonomie, Güter zwischen einzelnen Menschen auszutauschen.“ Es folgt eine Abgrenzung von Markt und (Neo)Merkantilismus; das Kapitel schließt wie alle darauf folgenden auch mit kommentierten Literaturempfehlungen. Aus liberaler Sicht ist es die richtige Literatur, zumal das Buch auf Anregungen der beiden klassisch-liberalen Persönlichkeiten Faustino Ballvé und Henry Hazlitt beruht. Allerdings ist manches im Überschwang zu locker geraten, etwa wenn von „Politclowns“ die Rede ist oder von Politikern, die immer lügen. Werner L. Ende kann auch etwas galanter zustechen: „Politiker sind Experten im Kampf um die Macht, Einfluss und Herrschaft, aber Analphabeten, was das Wirtschaften angeht.“ Die anschließenden Kapitel behandeln die großen Themen, darunter „Der Unternehmer“, „Geld, Kredit und Zins“, „Monopole, Krisen, Arbeitslosigkeit“ und „Markt und Staat“. Preise hätten sicherlich ein eigenes Kapitel verdient, produktive Ordnungspolitik vielleicht auch. Die Ausführungen überzeugen durch gut Beispiele, auflockernde Anekdoten und dadurch, dass es ohne Umschweife in der Regel kompromisslos zur Sache geht. Ein Beispiel ist der Abschnitt zur Funktion des Unternehmers. Der erste Satz lautet: „Es gibt keinen Markt ohne Unternehmer.“ und weiter, dass wir alle auch Unternehmer sind, die wie Konsumenten vorteilhaft tauschen wollen. Werner L. Ende entlarvt anschließend die Ausbeutung der Arbeiterklasse als Mythos, geschaffen von den Ideologen des Sozialismus. Die von Israel Kirzner übernommenen Funktionen und Aufgaben eines Unternehmers am Markt vermitteln auch optisch anschaulich, was ein Unternehmer konkret tun muss, von der Marktforschung bis zur Finanzierung. Der methodologische Individualismus ist im gesamten Band ein spürbarer Begleiter. Schon aus diesem Grund, wäre eine derart allgemein verständliche Einführung begrüßenswert. Allerdings sollten dafür noch Ergänzungen und Korrekturen vorgenommen werden. Das Kapital wird mit einem gut einseitigen Hinweis über die nutzlose, sozial gerechte Verteilung allzu knapp gestreift. Das Problem von Papiergeld ist nicht das Papier, sondern die mangelnde Knappheit respektive Werthaltigkeit. Etwas ausführlichere Erläuterungen zur wundersamen Geldvermehrung durch das Mindestreservesystem wären auch angesichts der abwechselnden deutsch-englischen Passagen für Einsteiger hilfreich. Das gilt analog für die sehr knappe Definition von Inflation und Deflation. Das Literaturverzeichnis enthält eine Reihe von Amazon übernommene Passagen. Unklar bleibt, warum Jörg Friedrichs „Der Brand“ derart viel Raum gegeben wird. Noch leben wir nicht in einem totalitären Staat, wie im Resümme „Was ist Ökonomie?“ behauptet. Die französische Revolution auf das Inflationsgeld des Schotten John Law zurückzuführen, ist eine bemerkenswerte, aber unhaltbare Zuspitzung. Kurzum, es handelt sich nicht um eine herkömmliche Einführung. Vielmehr hat Werner L. Ende Grundsätze einer liberalen Wirtschaftsordnung mit vielen hilfreichen Korrekturen vorherrschender Irrtümer verbunden, z.B. Löhne werden von den Kunden bezahlt und nicht von der Geschäftsführung. Hinzu kommen kontinuierliche Attacken gegen verbreitete sozialistische Ansichten. Der etwas dürre Schluss lässt den Leser verwundert zurück: Was tun angesichts unzulänglicher Politik und vorteilhafter Marktwirtschaft? Vielleicht begreifen Sie das Buch als Initialzündung zum Weiterlesen. Das wäre im Hinblick auf das umfassende, vom Autor für eine zweite Auflage noch durchgängig zu kommentierende Literaturverzeichnis ein beachtlicher Erfolg. Oder Sie schreiben dem engagierten Streiter für die Freiheit auf seiner Homepage www.stay-free.de einen Brief – vielleicht mit Anregungen, was Sie noch wissen wollen. Quelle: www.forum-ordnungspolitik.de |
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