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New York - Insel in der Mitte der Welt

New York - Insel in der Mitte der Welt: Russell Shorto

Wie die Stadt der Städte entstand

Preis 22,90 € Vergriffen
Zustand Neu
Autor(en) Russell Shorto Verlag Rowohlt Verlage
Sachgebiet(e) Geschichte ISBN 3-498-06360-X
2004, 445 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag

als Festeinband nicht mehr lieferbar, jedoch als Taschenbuch noch erhältlich

Der American way of life - er kommt nicht von den "Pilgrim Fathers" aus England, sondern zu einem Gutteil aus Holland. Jahrhunderte lang waren weite Teile der Frühgeschichte New Yorks und damit Amerikas im Strom der Zeit verschollen. Erst jetzt enthüllt sich das pralle Leben und die wichtige Rolle einer bunten und wilden Schar von Kolonisten, die Anfang des 17. Jahrhunderts zusammen mit den einheimischen Indianern zu Vorreitern einer neuen Zeit wurden: Holländer, Deutsche, Böhmen, Norweger, Italiener, Afrikaner. Auf der Insel "Mannahata" gründeten sie eine Kolonie, die rasch weltweite Bedeutung und Aufmerksamkeit erlangte: von den mächtigen Königen und Kaufleuten ebenso wie von Piraten und windigen Geschäftemachern. Russell Shorto erzählt zum ersten Mal ihre ganze Geschichte: Es ist die Saga der ersten Amerikaner, die früh begannen, ihren Traum zu träumen.

Quelle: Rowohlt Verlag

1664 übernahmen die Briten das bis dahin niederländische Nieuw Amsterdam mit allen weiteren niederländischen Gebieten entlang des Hudson River. Sie übernahmen es kampflos. Was sie erhielten war mehr als nur eine Hafenstadt und Ländereien. Sie übernahmen eine Kultur der Freiheit.

Seit Henry Hudson 1608 im Auftrag der niederländischen Verenigde Oostindische Compagnie auf der Suche nach der begehrten Nordwest-Passage die Insel Manathans mit ihrem natürlichen Hafen entdeckt hatte, war hier eine blühende Siedlung entstanden. In einer Zeit, in der sich das Mutterland endgültig von der spanischen Besatzung trennte und sich neben Großbritannien zur einer mindestens gleichbedeutenden Handelsmacht entwickelte, begann auch die kleine Siedlung am südlichen Ende der Insel im Zentrum der Welt ihren Aufstieg. Und als sollte hier ein Lehrstück für Toleranz und freien Handel geschrieben werden, entwickelte sich das multikulturelle Neu-Amsterdam weitaus prächtiger als die monokulturellen puritanischen Siedlungen in Neu-England. Bestimmt von religiöser Toleranz und befreit von puritanischer Engstirnigkeit waren die Niederlande selbst im siebzehnten Jahrhundert zur wirtschaftlichen und geistigen Führungsmacht aufgestiegen. Die kleine "Insel in der Mitte der Welt" sollte von der geistigen Freiheit der Niederlande profitieren und sich zum wichtigsten Handelsstützpunkt Nordamerikas entwickeln.

1641 wandert der junge Jurist Adriaen van der Donck, ein Schüler des europäischen Rechtsgelehrten Hugo Grotius (de Groot) im Dienst der Verenigde Oostindische Compagnie in die Neuen Niederlande aus. Was er mitnimmt, sind nicht nur seine Bücher, sondern auch die Ideen seines Lehrers Hugo Grotius. Grotius legte in Europa den Grundstein für das moderne säkulare Naturrecht. In der "Ethik der Freiheit" schreibt Murray N. Rothbard über Grotius: "Grotius and his successors - Pufendorf, Burlaquami, and Vattel - proceeded to elaborate this independent body of natural laws in a purely secular context, in accordance with their own particular interests, which wer not, in contrast to the Schoolmen, primarily theological." Van der Donck trifft auf Individuen, die für seine seine Ideen von Freiheit, dem Schutz von Eigentum und repräsentativer Vertretung nicht nur offen sind, sondern geradezu darauf zu warten scheinen. Es sind Individuen in einer Gesellschaft, die im Gegensatz zu ihren puritanischen Nachbarn lebendig, bunt und voller Energie ist: New York ist voll von Spelunken, Bordellen, Händlern, Abenteurern, Siedlern und Hasardeuren. In dieser Gesellschaft wird Van der Donck zur führenden Figur einer Freiheitsidee, die später von den englischstämmigen Amerikanern auf einen alleinigen englischen Ursprung zurückgeführt werden wird: die Idee der indiviudellen Freiheit.
Michael Kastner

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Rezensionen
spannende Lektüre Sue 19.11.06

Dies ist kein spannender Kriminalroman, sondern spannende Geschichte, die von R.Shorto packend erzählt wird.