Neu-alter Judenhass
Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik
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| Autor(en) | Verlag | Verlag für Berlin-Brandenburg GmbH | |
| Herausgeber | Klaus Faber, Julius H. Schoeps, Sacha Stawski | ||
| Sachgebiet(e) | Jüdische Aufklärung | ISBN | 976-3-86650-163-8 |
| 2007, 424 Seiten, Festeinband/Hardcover | |||
2. Aufl.
Der von Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski herausgegebene Sammelband befasst sich mit dem Antisemitismus im islamischen und christlich-westlichen Kulturkreis. Beide Antisemitismusvarianten sind unheilige Verbindungen eingegangen, nicht erst seit der islamischen Einwanderung nach Europa und nicht nur dort. Hitlerdeutschland hat im Bündnis mit größeren Teilen der damaligen arabischen Nationalbewegung zur Verbreitung seines antisemitischen Weltverständnisses im Islam einen westlichen Beitrag geleistet. Der deutsche Schuldabwehr-Antisemitismus, der beispielsweise hierzulande in der weit verbreiteten Meinung sichtbar wird, Israels Verhalten gegenüber "den Palästinensern" sei mit Hitlerdeutschlands Verbrechen an den Juden vergleichbar, erhält viele Stichworte aus der islamisch-arabischen Propaganda.
31 Autorinnen und Autoren äußern sich zu verschiedenen Aspekten des neu-alten Judenhasses (deutsche Medien und Nahostkonflikt, islamischer Antisemitismus, politische Perspektiven): unter ihnen jüdische und nicht-jüdische Deutsche. Deutsche arabischer, islamischer und türkischer Abstammung, Israelis, US-Staatsbürger und Österreicher, Christen, Juden, Muslime und Menschen mit anderer oder ohne Glaubenszugehörigkeit. Politiker, Experten, Wissenschaftler und Repräsentanten engagierter Institutionen und Vereinigungen.
Der Sammelband gibt unterschiedliche Positionen zu einer Problematik wieder, die leider aktuell bleiben wird. In einem Punkt stimmen die Autorinnen und Autoren überein: Es besteht Anlass zum Handeln gegen den neu-alten Antisemitismus - in ganz Europa, vor allem in Deutschland, und auch in Nahost.
Quelle: Verlag für Berlin-Brandenburg GmbH
Autoren
Rabbi Andrew Baker, Direktor der Abteilung für Internationale Jüdische Angelegenheiten beim American Jewish Committee (AJC); 1979 Mitglied des Mitarbeiterstabs im American Jewish Committee, zunächst Leiter des Washingtoner Bereichs des AJC; 1992 AJC-Leiter für europäische Angelegenheiten; Vertreter des AJC in der »Conference on Material Claims Against Germany«, Mitglied im Exekutiv-Komitee dieser Konferenz; Mitglied der nationalen historischen Kommission von Litauen und Mitglied der Regierungskommission für die Wiedergutmachung an Shoah-Opfern der Tschechischen Republik; Rabbi Andrew Baker war früher Präsident der Interfaith Conference von Washington sowie des Washingtoner Rabbinerkuratoriums und »Commissioner on the District of Columbia Human Rights Commission«.
Eldad Beck, geb. 1965; Studium der Islamwissenschaft und der Arabistik an der Sorbonne, Paris; seit 1983 Nahost- und Europakorrespondent verschiedener Medien in Frankreich, Österreich, Israel und Deutschland, u.a. für: (in Israel) Yedioth Ahronoth, Maariv, Jerusalem Post, Jerusalem Report, Channel 2, Hadashot, (in Österreich) Der Standard und (in Frankreich) L'Arche.
Rolf Behrens, geb. 1977; Studium der Kommunikationswissenschaft, Politik und Geschichte in Münster und Nahost-Studien an der Hebräischen Universität in Jerusalem/Israel; Autor des Buches »›Raketen gegen Steinewerfer‹. Das Bild Israels im »Spiegel«. Eine Inhaltsanalyse der Berichterstattung über Intifada 1987 bis 1992 und ›Al-Aqsa-Intifada‹ 2000 bis 2002«.
Yigal Carmon ist Präsident von MEMRI (Middle East Media Research Institute); von 1977 bis 1982 war er geschäftsführender Leiter der Zivilverwaltung des Westjordanlands und Berater für arabische Fragen der Zivilverwaltung; nach seiner Entlassung aus den israelischen Streitkräften war er von 1988 bis 1993 Berater für Terrorbekämpfung der Ministerpräsidenten Schamir und Rabin; 1991 und 1992 war er Mitglied der israelischen Delegation für die Friedensverhandlungen mit Syrien in Madrid und Washington.
Klaus Faber, Staatssekretär a.D. - Bildung, Wissenschaft, Forschung, Kultur, Religionsgemeinschaften -, 1994 bis 1999 in Sachsen-Anhalt; Jurastudium, Studium der Volkswirtschaft und orientalischen Sprachen in München, Saarbrücken und Heidelberg; 1971 bis 1990 Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft, u.a. Gesetzgebung, Verfassungs- und sonstige Rechtsfragen in der Wissenschaft, Bund-Länder-Fragen, Bildungsplanung, innerdeutsche Beziehungen; 1972 Mitarbeiter der EG-Kommission in Brüssel; 1978 Autor des Berichts der Bundesregierung über den Bildungsföderalismus; 1990 bis 1994 Abteilungsleiter Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land Brandenburg; Rechtsanwalt und Publizist in Potsdam; Mitgründer und Kuratoriumsmitglied des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam; Geschäftsführender Vorsitzender des Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern e.V.; zahlreiche Publikationen zu juristischen, wissenschafts- und bildungspolitischen Fragen, zur Föderalismus- und EU-Politik, zu Nahost-, Islam- und Antisemitismusfragen in Tageszeitungen und Monatszeitschriften (u.a. Tagesspiegel, Die Welt, taz, Neue Gesellschaft, Berliner Republik, Aufbau, Prawo europejskie i miedzynarodowe); Mitautor eines Beitrages für ein Handbuch des Verfassungsrechts, eines Kommentars zur gesetzlichen Regelung zum Fernunterrichtsschutz sowie verschiedener anderer juristischer und politikwissenschaftlicher Buchpublikationen.
Abraham H. Foxman ist Nationaler Direktor und Vorsitzender der Anti-Defamation League (ADL) von B'nai B'rith; 1940 in Polen geboren, wurde Foxman vor dem Holocaust durch sein polnisches, katholisches Kindermädchen gerettet, das ihn römisch-katholisch taufen ließ und bis zum Ende des Krieges katholisch erzog; der größte Teil seiner Familie wurde in den Nazi-Konzentrationslagern ermordet; Abraham H. Foxman hat einen Schulabschluß der Yeschiwa Flatbush in Brooklyn, New York; er erwarb einen Bachelor of Arts in Politikwissenschaften am City College der City University of New York; Abraham H. Foxman hat außerdem Abschlüsse in Geschichte, in Jura (School of Law, New York University); er absolvierte ferner jüdische Studien am Jewish Theological Seminary of America sowie ein Studium der Internationalen Wirtschaft an der New School University New York.
Philipp Gessler, geb. 1967 in München und aufgewachsen in Hanau, studierte nach dem Zivildienst Geschichte, Journalismus, Theologie und Politikwissenschaften in Gießen und Leicester (England); danach Volontariat bei ddp und ADN in Bonn und Potsdam, anschließend Journalisten-Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule (Hamburger Journalistenschule); seit 1998 Redakteur der tageszeitung in Berlin im Ressort »Schwerpunkt« (Reportage); Autor des Buches »Der neue Antisemitismus. Hinter den Kulissen der Normalität«, Freiburg 2004.
Dieter Graumann, promovierter Diplom-Volkswirt, Präsidiumsmitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland (Finanzdezernent), Geschäftsführer der Jüdischen Allgemeinen und Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt (Dezernent für Kultur, Schule und Finanzen).
Georg M. Hafner, Dr. phil.; Georg M. Hafner leitet die Fernsehabteilung Politik und Gesellschaft beim Hessischen Rundfunk und ist Kommentator bei den ARD-Tagesthemen; für seine Filmdokumentationen erhielt er u.a. den Bayerischen Fernsehpreis (1990), den Grimme-Preis (2001) und den Prix Europa (2003); zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. »Die Akte Alois Brunner«, zusammen mit Esther Schapira, Frankfurt a.M. 2000; außerdem ist er Autor und Herausgeber der Reihe »Die Skandale der Republik« (1989) und »Neue Skandale der Republik« (1994).
Anetta Kahane, geb. 1954; Studium Lateinamerikanistik in Rostock; Arbeit als Übersetzerin bis zur Wende; 1990 Arbeit am Runden Tisch; Ausländerbeauftragte in Ostberlin; 1991 Gründung der RAA (Regionale Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule) in den ostdeutschen Ländern; seit 1998 Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung (Stiftungsthemen u.a.: Kampf gegen Antisemitismus, Förderung von Bürgerstiftungen für demokratische Kultur und von Konzepten für eine neue Erinnerungskultur, von Projekten gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus).
Tobias Kaufmann, geb. 1976; Studium in Politikwissenschaften, Neuerer Geschichte und Sport an der Universität Potsdam; Ausbildung zum Redakteur an der Berliner Journalisten-Schule; von 1999 bis 2003 Reporter für das Fernsehen des Rundfunks Berlin-Brandenburg in Potsdam und freier Autor für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften, darunter Das Parlament, Der Standard (Wien), Kölner Stadt-Anzeiger, Die Welt, Berliner Zeitung; seit Oktober 2003 Redakteur für Kultur und Wissen bei der Jüdischen Allgemeinen; 2002 erschien von Tobias Kaufmann und Manja Orlowski das Buch: »›Ich würde mich auch wehren...‹ Antisemitismus und Israelkritik - Bestandsaufnahme nach Möllemann«, Potsdam.
Katrin Kemmler, geb. 1962; Katrin Kemmler war Kreisvorsitzende und Europakandidatin der FDP, Gründungs- und Vorstandsmitglied der Liberalen Frauen Baden-Württemberg; sie nahm den Möllemann-Skandal zum Anlass, sich intensiv mit dem Antisemitismus und dem Nahostkonflikt auseinanderzusetzen.
Matthias Küntzel, geb. 1955, ist Politikwissenschaftler und Publizist; letzte Buchveröffentlichung: »Djihad und Judenhaß. Über den neuen antijüdischen Krieg«, Freiburg 2002; Matthias Küntzel ist Associate Researcher des Vidal Sassoon International Centre for the Study of Antisemitism (SICSA) an der Hebrew University of Jerusalem und Mitglied der US-amerikanischen Vereinigung »Scholars for Peace in the Middle East« (SPME); weitere Publikationen unter www.matthiaskuentzel.de; http://www.haaretz.com/hasen/spages/615341.htmlMatthias Küntzel.
Mordechay Lewy, geb. 1948 in Afula/Israel; mit Eltern nach Berlin gezogen, dort aufgewachsen in den Jahren 1958 bis 1963; Militärdienst 1966 bis 1969; Studium der Geschichtswissenschaften an der Hebrew University, Jerusalem (M.A.) 1970 bis 1976, Schwerpunkte: religiöse Bewegungen und Stadtentwicklung im Hochmittelalter, Utopien im Mittelalter; seit 1975 im diplomatischen Dienst des Staates Israels; Dienst in Bonn (1976 bis 1981), Stockholm (1985 bis 1989) und als Generalkonsul in Berlin (1991 bis 1994); Botschafter in Bangkok (1994 bis 1997); stellvertretender Planungschef im Außenministerium in Jerusalem (1997 bis 2000); seit Sommer 2000 Gesandter in Berlin; zur Zeit beurlaubt, Tätigkeit als Berater des Bürgermeisters von Jerusalem in Angelegenheiten der christlichen Religionsgemeinschaften; zahlreiche Publikationen, u.a. »Von Halle nach Jerusalem: Halle- ein Zentrum der Palästinakunde im 18. und 19.Jahrhundert«, hg. mit Hendrick Budde, Halle 1994; »To Jerusalem and back«, in: R. Sivan (Hg.): Body Lines - exhibition book, Tower of David Museum of the History of Jerusalem, 2002, S.48-57; »Die Bedeutung Jerusalems - Stellenwert und Wahrnehmung in den drei Weltreligionen«, in: Tribüne - Zeitschrift zum Verständnis des Judentums, 42 (2003), H.168, S.120-128; »Orient und Okzident: Schuldzuweisung gegen Schuldbekenntnis«, in I. A. Diekmann u.a. (Hg.): Der Orient im Okzident, Potsdam 2003, S. 21-39; »Nimm meine Schuld auf dich«, in: M. Thumann (Hg.): Der Islam und der Westen, Berlin 2003; »Meilensteine - Vom Rettungsring zur Lebensversicherung«, in: Tribüne - Zeitschrift zum Verständnis des Judentums, 44 (2005), H.173, S.62-69.
Markus Löning, MdB; geb. 1960; Studium an der University of Kent at Canterbury (Großbritannien) und an der Universität Heidelberg, Abschluss M.A. Politikwissenschaft; Inhaber und Geschäftsführer der »Löning Werbeagentur«; Sprecher der FDP-Fraktion für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; Vorsitzender FDP Berlin; Mitglied und Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss; Mitglied der deutschen Delegation in der Parlamentarischen Versammlung der OSZE.
Johann Michael Möller, geb. 1955; Studium der Geschichte, Germanistik und Ethnologie in Stuttgart und Frankfurt am Main; während des Studiums erst freie, dann fest-freie Mitarbeit im Feuilleton der FAZ; 1985 Gründungsredakteur der neuen Seite »Geisteswissenschaften« der FAZ; 1990 Wechsel ins politische Ressort der FAZ und Korrespondent für die Länder Thüringen und Sachsen; ab 1992 Hauptabteilungsleiter Fernsehen beim neugegründeten »Mitteldeutschen Rundfunk«, verantwortlich für den Programmbereich Fernsehen im Landesfunkhaus Thüringen; Moderation der eigenen Sendung »Erfurter Gespräch«; Oktober 1995 Wechsel zum ZDF als stellvertretender Leiter und Moderator des politischen Magazins »Kennzeichen D«; seit 1998 Redakteur bei Die Welt; verantwortlich für die »Hauptstadtseite«, dann für das Innenressort der Zeitung; seit 2000 stellvertretender Chefredakteur, seit 2003 Stellvertreter des Chefredakteurs.
Hildegard Müller, MdB, Staatsministerin; geb. 1967; im Anschluss an eine Ausbildung zur Bankkauffrau Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine--Universität Düsseldorf; Studienabschluss 1994 als Diplom-Kauffrau; von 1998 bis 2002 Bundesvorsitzende der Jungen Union (JU) Deutschlands; 1998 Mitglied des Bundesvorstands der CDU Deutschlands; seit 2000 Mitglied des CDU-Präsidiums; seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages; seit 2005 Staatsministerin im Bundeskanzleramt, u.a. zuständig für die Bund-Länder-Koordination; seit 2003 Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe im Bundestag; seit 2004 Mitglied im Präsidium der Deutsch--Israelischen-Gesellschaft.
Cem Özdemir, geb. 1965 in Bad Urach; Sozialpädagoge; Mitglied des Deutschen Bundestages von 1994 bis 2002, dort ab 1998 innenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen; Vorsitzender der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe; Mitgestaltung des neuen Staatsangehörigkeitsrechts; im Jahr 2003 - zunächst acht Monate in Washington und danach drei Monate in Brüssel - als »Transatlantic Fellow« beim US-Think Tank »German Marshall Fund of the US«; seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments (Fraktion Die Grünen/Freie Europäische Allianz); Mitglied im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres; Mitglied der interparlamentarischen Delegation EU-Türkei und der Anti-Racism and Diversity Intergroup.
Yves Pallade, geb. 1977, studierte Europäische Studien, Internationale Beziehungen und Politikwissenschaft in London, Cambridge, Berlin und Düsseldorf; er promovierte über die deutsch-israelischen Beziehungen; Schwerpunkte seiner Forschung sind sicherheitspolitische Fragen, politischer Extremismus, Antisemitismus und der Nahost-Konflikt; vor kurzem erschien von ihm »Germany and Israel in the 1990s and Beyond - still a ›special relationship‹?«, Frankfurt a.M.; Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften (u.a. taz, Jüdische Allgemeine, Frankfurter Jüdische Nachrichten, Tribüne - Zeitschrift zum Verständnis des Judentums).
Doron Rabinovici, 1961 in Tel Aviv geboren, lebt seit 1964 in Wien; er ist Schriftsteller, Essayist und Historiker; Publikationen u.a.: 2004 gemeinsam mit Ulrich Speck und Natan Sznaider herausgegeben: »Neuer Antisemitismus? Eine globale Debatte«, Frankfurt a.M.; »Ohnehin. Roman«, Frankfurt a.M. 2004; »Credo und Credit. Einmischungen«, Frankfurt a.M. 2001; »Instanzen der Ohnmacht. Wien 1938-1945. Der Weg zum Judenrat«, Frankfurt a.M. 2000; Preise u.a.: Preis der Stadt Wien für Publizistik (2000), Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg (2002), Jean-Améry-Preis (2002).
Lars Rensmann, geb. 1970, Dr. phil., Politikwissenschaftler, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Forschungsbereichs Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam, Lehrbeauftragter am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und Affiliate Professor an der University of Haifa; 1999 bis 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin; 2003 bis 2004 Visiting Fellow am Yale Center for International and Area Studies und Department of Political Science der Yale University; weitere Gastdozenturen und Visiting Fellowships an der University of California at Berkeley und der University of Haifa; jüngste Publikationen u.a. »Populisten an der Macht: Populistische Regierungsparteien in West- und Osteuropa«, Wien 2005, hg. mit Susanne Frölich-Steffen; »Demokratie und Judenbild: Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland«, Wiesbaden 2004; »Collective Guilt, National Identity, and Political Processes in Contemporary Germany«, in: »Collective Guilt: International Perspectives«, hg. von Bertjan Doosje und Nyla R. Branscombe, Cambridge 2004; »The New Politics of Prejudice: Extreme Right Parties in European Democracies«, in: German Politics & Society 21, 2003.
Ulrich W. Sahm, geb. 1950 in Bonn; aufgewachsen in London, Paris, Bonn, Moskau und Ankara; Studium der evangelischen Theologie, Judaistik und Linguistik in Bonn, Köln, an der kirchlichen Hochschule in Wuppertal und der Hebräischen Universität in Jerusalem; ab 1977 Nahost-Korrespondent, Berichte für deutsche Zeitungen, Rundfunksender, den Fernsehsender n-tv, die Katholische Nachrichtenagentur (KNA); zu den Höhepunkten der Berichterstattung gehörten mehrere Kriege, zweimal eine palästinensische Intifada und zwei Friedensverträge; mehrere Buchveröffentlichungen.
Mohammed Schams, Autor, Übersetzer sowie Menschenrechts- und Friedensaktivist; arbeitet seit der Machtergreifung der Islamisten im Iran und der Errichtung der Islamischen Republik Iran im Jahr 1979 gegen ihre Menschenrechtsverletzungen; Organisator von internationalen Konferenzen, die Möglichkeiten erarbeiten, unterschiedliche politische Oppositionsrichtungen in einer gemeinsamen Allianz zusammenzuführen.
Esther Schapira ist seit 1995 Redakteurin und Ressortleiterin für Politik und Zeitgeschichte beim Hessischen Rundfunk und Kommentatorin bei den ARD-Tagesthemen; ihre Filme wurden u.a. mit dem Rias Fernsehpreis (1995), dem New York Film Festival (2004) und dem Prix Circom (2004) ausgezeichnet; zu ihren Veröffentlichungen gehört u.a. »Die Akte Alois Brunner«, Frankfurt a.M. 2000.
Klaus-Jürgen Scherer, geb. 1956; Dr. phil.; Politikwissenschaftler; 1981 bis 1987 Wissen-schaftler Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin; 1991 bis 1998 Geschäftsführer des Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie in Bonn; seit 1999 Geschäftsführer des Kulturforums der Sozialdemokratie im Willy-Brandt-Haus Berlin; Redakteur der perspektiven ds (Schüren Verlag, Marburg); Lehrbeauftragter am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin; Veröffentlichungen u.a.: Jugend und soziale Bewegung, Zur Soziologie der bewegten Jugend in Deutschland, Opladen 1987; Politik und Biographie (mit S. Reinhardt, D.Richter), Schwalbach 2001; Wertewandel aus dem Osten? Zur kulturellen Debatte über die Zukunft der Berliner Republik, in: perspektive 21, 18/03.
Julius H. Schoeps, geb. 1942 in Djursholm (Schweden); seit 1991 Professor für Neuere Geschichte und Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam; Studium der Geschichte, Geistesgeschichte, Politik- und Theaterwissenschaft in Erlangen und Berlin; 1969 Tätigkeit als Verlagslektor (C. Bertelsmann); 1974 bis 1991 Professor für Politische Wissenschaft und Direktor des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg; 1993 bis 1997 nebenamtlich Gründungsdirektor des jüdischen Museums der Stadt Wien; außeruniversitäre Tätigkeiten: seit 1970 freier Mitarbeiter verschiedener Zeitungen (u.a. Die Zeit, FAZ, Der Spiegel, Die Welt, Der Tagesspiegel) sowie verschiedener Rundfunk- und Fernsehanstalten; Berater- und Herausgebertätigkeit für verschiedene deutsche Verlage; Ausstellungen; Gastprofessuren in New York, Oxford, Seattle, Tel Aviv und Budapest; seit 1984 Vorsitzender der Gesellschaft für Geistesgeschichte; Mitglied des P.E.N.-Zentrums; zahlreiche Publikationen.
Ilka Schröder war 1999 bis 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments; seit 2002 kritisierte sie die europäische Nahost-Politik und versuchte vergeblich eine Untersuchung der Verwendung der EU-Beihilfen an die Palästinensische Autonomiebehörde im Parlament durchzusetzen; seitdem hat sie u.a. ein Buch zum Thema »Weltmacht Europa - Hauptstadt Berlin?«, Hamburg 2005, herausgegeben; sie wird 2006 an der Georgetown-Universität in Washington DC (USA) unterrichten und ihre Vortragstätigkeit zur EU-Politik im Nahen Osten und zum europäischen Antisemitismus fortsetzen.
Sacha Stawski ist Immobilienkaufmann im Bereich Verwaltung und Weiterentwicklung von größtenteils gewerblichen Immobilien im ganzen Bundesgebiet; er hat einen BA (Bachelor of Arts) in Economics der Clark University und einen MBA (Master of Business Administration) der University of Chicago; er ist Gründer und Chefredakteur der Initiative Honestly Concerned e.V. (http://www.honestly-concerned.org), die sich seit Mai 2002 gegen Antisemitismus und für eine wahrhaftige Berichterstattung einsetzt und täglich sowie wöchentlich Pressespiegel zum Thema Innenpolitik und Nahost versendet; siehe auch Jüdisches Europa - Interview mit Sacha Stawski über Honestly-Concerned- http://www.honestly-concerned.org/Temporary/Juedisches-Europa_Interview-Stawski.pdf.
Bassam Tibi, geb. 1944 in Damaskus, studierte Sozialwissenschaften, Geschichte und Philosophie in Frankfurt am Main; seit 1973 Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Göttingen und seit 1998 Bosch Fellow in Harvard; er ist Mitbegründer der arabischen Organisation für Menschenrechte; Veröffentlichungen u.a.: »Krieg der Zivilisationen. Politik und Religion zwischen Vernunft und Fundamentalismus« (1995), »Der wahre Imam. Der Islam von Mohammed bis zur Gegenwart« (1996) sowie »Political Islam and the New World Disorder« (1998).
Wahied Wahdat-Hagh, geb. 1957 in Ludwigsburg; Dr. phil.; Diplom-Soziologe und Diplom-Politologe; arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Middle East Media Research Institute (MEMRI); er hat zum Thema der dritten Spielart des Totalitarismus promoviert; Veröffentlichungen zu diesem Thema u.a.: Die Islamische Republik Iran. Die Herrschaft des politischen Islam als eine Spielart des Totalitarismus, Münster 2003; »Die Herrschaft des politischen Islam als eine Form des Totalitarismus, in: PROKLA, Juni 1999; »Islamistisches Charisma und totalitäre Herrschaft«, in: Vorgänge, H. 4/2002.
Gert Weisskirchen, MdB, Honorarprofessor für angewandte Kulturwissenschaften an der Fachhochschule Potsdam (Fachbereich Kultureller und Sozialer Wandel); Studium an den Pädagogischen Hochschulen Heidelberg und Karlsruhe; Zusatzstudium an der Universität Heidelberg in den Fächern Erziehungswissenschaften, Politikwissenschaft sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte; außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion; in der OSZE Persönlicher Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung des Antisemitismus.
Quelle: Verlag für Berlin-Brandenburg GmbH
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