Moderne Nazis
Die neuen Rechten und der Aufstieg der NPD
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| Autor(en) | Toralf Staud | Verlag | Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co KG |
| Sachgebiet(e) | Totalitarismus | ISBN | 3-462-03638-6 |
| 2005, 240 Seiten, Taschenbuch | |||
Volksfront von rechts – der unheimliche Erfolg der neuen NPD
Die NPD ist in den vergangenen Jahren zu einer Bedrohung der Demokratie geworden – aber nicht, weil sie bald in den Bundestag oder gar irgendwann ins Kanzleramt einziehen könnte. Sondern weil sie – von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – an einer Faschisierung der ostdeutschen Provinz arbeitet. Dort ist sie inzwischen fest verankert (»national befreite Zonen«), hat einen stabilen Wählerstamm, sickert in die Gesellschaft. Wer dort nicht dem völkischen Weltbild entspricht, muss im Alltag entweder sehr tapfer sein – oder er geht. Die NPD ist die älteste rechtsextremistische Partei Deutschlands, aber sie ist auch die modernste. Mit der konservativen Partei der sechziger Jahre hat die neue NPD nichts mehr zu tun. Mit kalkulierten Eklats wie im Sächsischen Landtag (»Bomben-Holocaust«) trägt sie Positionen in die Öffentlichkeit, die noch vor kurzem tabu waren. Anders, als man es von rechtsextremen Parteien gewohnt ist, nutzen ihre Abgeordneten clever die parlamentarische Bühne. Die NPD hat heute ein revolutionär-antikapitalistisches Programm, sie setzt auf aktuelle Themen, sie schwimmt mitten in der rechtsextremen Jugendkultur. Ignorieren hilft nicht mehr.
Quelle: Verlag Kiepenheuer & Witsch
Inhaltsverzeichnis:
- Einleitung
Gefahr von der NPD droht nicht im Bundestag. Sie arbeitet an einer Faschisierung der Provinz. - Der Nationalsoldat
Unter Udo Voigt gelang der NPD ihr Wiederaufstieg. Wer ist der Mann? - Der zweite Frühling der NPD
Die Parteigeschichte: frühe Triumphe, langes Siechtum, Erfolge im Osten – und immer Streit mit Gerhard Frey - Wettlauf der Antifaschisten
Das gescheiterte NPD-Verbot ist ein Lehrstück über symbolische Politik - Sozialismus nur für Deutsche
Das Programm der neuen NPD: revolutionär-antikapitalistisch statt konservativ-antikommunistisch - Ein Brückenkopf in Dresden
Die NPD nutzt den sächsischen Landtag als Geldmaschine, Lehrwerkstatt und Propagandabühne - Die netten Nazis von nebenan
In Sachsen gelingt die kommunale Verankerung besser als in Hessen. Warum? - Bunt statt braun
Viel mehr als Skinhead-Musik: Ohne die rechte Jugendkultur wäre der Aufstieg der NPD nicht möglich gewesen - Bluten für Deutschland
Die NPD lebt von der Opferbereitschaft ihrer Mitglieder – und vom Geld des Staates, den sie bekämpft - „Rummel ist ganz gefährlich“
Das Leben in einer Stadt, die zur „National Befreiten Zone“ erklärt wurde - Was tun?
Eine kleine Gebrauchsanleitung für den Umgang mit der NPD - Anmerkungen
- Dank
- Abkürzungen
- Literaturverzeichnis
- Personenregister
Quelle: Internetseite zum Buch
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