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Machlup, Morgenstern, Haberler, Hayek und andere

Machlup, Morgenstern, Haberler, Hayek und andere: Gottfried Haberler, Friedrich August von Hayek, Hansjörg Klausinger, Fritz Machlup, Oskar Morgenstern

Wirtschaftspublizistische Beiträge in kritischer Zeit (1931-1934)

Preis 29,80 € In den Warenkorb » Cart
Zustand Neu Auf Lager
Autor(en) Gottfried Haberler, Friedrich August von Hayek, Fritz Machlup, Oskar Morgenstern Verlag Metropolis Verlag
Herausgeber Hansjörg Klausinger
Sachgebiet(e) Österreichische Schule ISBN 3-89518-525-6
2005, 387 Seiten, Kartoniert

Eingeleitet und kommentiert von Hansjörg Klausinger

Die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er-Jahre bedeutete für die einem strikten Wirtschaftsliberalismus verpflichteten Anhänger der Österreichischen Schule der Nationalökonomie eine besondere Herausforderung, wurde die Krise doch in weiten Kreisen als Beweis für das Versagen des kapitalistischen Wirtschaftssystems und seines liberalen Regelwerkes betrachtet. Demgegenüber sahen die „Austroliberalen“ die Krisenursache gerade in dem um sich greifenden staatlichen Interventionismus und forderten als Rezept der Krisenbewältigung die Rückkehr zu den bewährten, von der Mentalität des Goldstandards geprägten liberalen Regeln. Diesen Kampf gegen expansionistische Krisenpolitik und die Gefahr des „Inflationismus“ einerseits und für Freihandel und freie Märkte anderseits, der aus heute herrschender Sicht zumindest in manchen Aspekten als verfehlt beurteilt wird, führten sie nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene, sondern auch in der Tagespresse mit Diskussionsbeiträgen zu den aktuellen Problemen der (österreichischen und internationalen) Wirtschaftspolitik.

Diesen bislang weitgehend vernachlässigten journalistischen Schriften widmet sich der vorliegende Band. Er versammelt eine ausführlich kommentierte Auswahl der von Fritz Machlup, Oskar Morgenstern, Gottfried Haberler, Friedrich August Hayek und von anderen zum Teil anonym publizierten Beiträge und Glossen aus der Zeit von 1931 bis 1934, die im Neuen Wiener Tagblatt erschienen sind und nun zum ersten Mal wiederabgedruckt und damit der wissenschaftlichen Diskussion zugänglich gemacht werden.
Quelle: Metropolis Verlag

Pressestimmen:
"Die prägnanten und teilweise geradezu witzigen Stücke sind ein Lesegenuß - und ein Lehrstück dafür, wie volkswirtschaftliches Grundwissen in einfachen Worten vermittelt werden kann. Und selbst wenn die Theorie inzwischen Fortschritte gemacht hat - viele Probleme sind heute ähnlich, und die meisten grundsätzlichen Argumente der liberalen Ökonomen sind unvermindert gültig." - Karen Horn, FAZ

Die vollständige Rezension von Karen Horn findet sich in der FAZ vom 30.01.2006

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Rezensionen
Eine Fundgrube ökonomischer Vernunft Hubert Milz 08.02.10

Zu Beginn der 1930er Jahre, also während der Weltwirtschaftskrise, wurden Vertreter der dritten und vierten Generation (Gottfried Haberler, Friedrich August von Hayek, Fritz Machlup, Oskar Morgenstern) der "österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre" journalistisch aktiv, um auch den Nicht-Ökonomen die wirtschaftlichen Grundlagen zum Verständnis ob der Hintergründe und Ursachen dieser Krise zu vermitteln.
Eine Vielzahl dieser Pressebeiträge aus jener Zeit sind in diesem Buch gesammelt; jedoch nicht nur gesammelt, sondern auch in lobenswerter Weise exzellent kommentiert. Der Leser erhält ausführliches wirtschaftshistorisches und personenbezogenes Hintergrundwissen über jene Zeit.
Damals wie heute war und ist es in den veröffentlichten Meinungen populär eine Wirtschaftskrise als Marktversagen zu verdammen; vom Versagen des Kapitalismus zu sprechen - ohne jedoch fundierte ökonomische Kenntnisse zu besitzen.
In den hier versammelten Beiträgen, mit denen sich die "Austro-Liberalen" journalistisch in die Tagespolitik einmischten, spürt man den Wunsch und das Motiv, dem breiten Lesepublikum die interventionistische Chaospolitik der Staatsregierungen als Hauptursache der Weltwirtschaftskrise verständlich zu machen.
Von daher wundert es nicht, dass man die Artikelsammlung auch mit 'Mehr Kapitalismus wagen' oder 'Mehr Marktwirtschaft wagen' betiteln könnte.
Die o. g. österreichischen Ökonomen kämpften für eine Revitalisierung eines liberalen Regelwerks in und für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat, für Freihandel und Wettbewerb, gegen Kartelle, gegen Devisenbewirtschaftung, gegen Handelsbeschränkungen, für eine restriktive Geldpolitik i. V. m. konsequent einzuhaltender Goldparität der Währung; kurz: die journalistische Tätigkeit richtete sich gegen Interventionen jedweder Art.
Der Band ist, als Folge von teilweise geradezu funkelnden Formulierungen vieler Beiträge, ein richtiges Lesevergnügen und eine Fundgrube, um Nicht-Ökonomen wirtschaftliche Zusammenhänge aufzuzeigen.
Die Beiträge zeigen auch, dass es möglich ist - ohne auf Wissenschaftlichkeit zu verzichten - ökonomisch anspruchsvolle Themen in einem für Nicht-Ökonomen verständlichen (brillanten) Stil anzugehen und aufzubereiten. Gelehrte, die dies können und praktisch umsetzen fehlen heutzutage leider oft.

Fazit:
Ein hervorragendes Buch - sehr zu empfehlen; ein wirkliches Lesevergnügen, durch die ausführlichen Kommentierungen von Prof. Klausinger auch für Leser, denen die historischen Details fehlen.
Mit Bezugnahme auf die derzeitige Weltfinanzkrise ist auch noch festzuhalten, dass die Beiträge des Bandes - umgewidmet auf das Heute - in Teilen doch sehr aktuell sind.