Ludwig Bamberger
Revolutionär und Bankier
| Preis | 19,90 € | Vergriffen | |
| Zustand | Neu | ||
| Autor(en) | Benedikt Koehler | Verlag | Deutsche Verlags-Anstalt GmbH |
| Sachgebiet(e) | Biographien | ISBN | 3-421-05195-x |
| 1999, 320 Seiten, Gebunden | |||
Ludwig Bamberger: Revolutionär, Bankier, Berater (und später scharfer Kritiker) Bismarcks, Mitbegründer der Deutschen Bank und der Reichsbank: ein Leben in Extremen.
Vor hundert Jahren, am 14. März 1899, starb in Berlin der Politiker, Bankier und Volkswirtschaftler Ludwig Bamberger. Sein Leben war für viele Zeitgenossen eine Provokation gewesen: Wegen Unterstützung der Revolution von 1848/49 in der Pfalz hatte der Mainzer Jude Deutschland verlassen müssen. In Abwesenheit wurde er zu hohen Zuchthausstrafen, 1852 sogar zum Tode verurteilt, »vollziehbar auf dem Marktplatz der Stadt Zweibrücken«.
Bamberger lernte – mit der Bankiersfamilie Bischoffsheim verwandt – in London das Bank-, dann in Paris das Überseegeschäft und errichtete die heutige Banque Paribas. Nach seiner Rückkehr unterstützte er die kleindeutsche Politik Bismarcks und wurde dessen persönlicher Berater im Krieg von 1870/71 gegen Frankreich. Bamberger gehörte zu den maßgeblichen Kräften bei der Schaffung einer einheitlichen Währung in Deutschland, war an der Gründung der Reichsbank und der Deutschen Bank beteiligt und versuchte, die Einbindung der deutschen Wirtschaft in Europa zu fördern – Parallelen zu heute sind unübersehbar. Wegen dessen protektionistischer Wirtschaftspolitik überwarf er sich mit Bismarck und bekämpfte ihn als freisinniger Reichstagsabgeordneter.
Ludwig Bamberger war ein engagierter Unternehmer und Bankier, aber auch ein radikaler politischer Kopf – und ein fruchtbarer Publizist. Von ihm stammt die Charakterisierung Bismarcks als »weißer Revolutionär«.
Quelle Deutsche Verlags-Anstalt GmbH
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