Die Enkel des Perikles
Liberale Positionen zu Sozialstaat und Gesellschaft
| Preis | 15,24 € | Vergriffen | |
| Zustand | Neu | ||
| Autor(en) | Verlag | Resch-Verlag | |
| Herausgeber | Roland Baader | ||
| Sachgebiet(e) | Sozial- und Wohlfahrtsstaat | ISBN | 3-930039-33-8 |
| 280 Seiten, Broschur | |||
vergriffen
An einer Schicksalswende der Deutschen, wo sich die letzte politische Vertretung des liberalen Bürgertums zu verabschieden scheint und eine ökosozialistische Rot-Grün-Allianz am Horizont auftaucht, kam dieses handliche 280-Seiten-Buch gerade zur rechten Zeit.
''Wir halten das Glück für die Frucht der Freiheit und die Freiheit für die Frucht der Tapferkeit''. Dieser zweieinhalbtausend Jahre alte Satz des großen athenischen Staatsmannes Perikles, hat den Titel der im Resch-Verlag, Gräfelfing, erschienenen Anthologie Die Enkel des Perikles in der Reihe Freiheitsdenker der Gegenwart inspiriert. Daß Baader klassisch Liberaler und radikalliberaler Ökonom zugleich ist, zeigt sich sowohl an der Themenpalette, als auch an der Autorenauswahl, die sich wie eine Namensliste vom akademischen Olymp der Freiheit im deutschsprachigen Raum liest: Professor Erich Hoppmann, Nachfolger F. A. von Hayeks auf dessen ehrwürdigem Lehrstuhl in Freiburg, behandelt das Thema ''Freiheit und Ordnung'', der Trierer Wissenschaftstheoretiker und Sozialphilosoph Professor Gerard Radnitzky das heißdiskutierte Thema ''Freiheit und Gerechtigkeit''. Dr. Gerd Habermann von der ASU/UNI in Bonn erstellt einen zwingenden Abriß über die ''Freiheit in der deutschen Geschichte'', und der nach dem verstorbenen Murray N. Rothbard wohl bekannteste (deutschstämmige) Repräsentant der amerikanischen Mises-Schule, Professor Hans-Hermann Hoppe, geht den stringenten Zusammenhängen von ''Freiheit und Eigentum'' nach. Zu einer verbesserten Definition des modernen Freiheitsbegriffes wagt sich der Trierer Philosoph Dr. Hardy Bouillon vor, und in den Kern der liberalen Diskussion stößt Dr. Detmar Doering von der Friedrich-Naumann-Stiftung mit der Rubrik ''Freiheit und Staat''. Als Meister der leisen aber nichtsdestoweniger entschiedenen Töne, erweist sich erneut der Leiter des Liberalen Instituts Zürich, Robert Nef, mit ''Freiheit und Verantwortung'', und Professor Franz Kromka, Agrar- und Entwicklungshilfe-Experte an der Uni Hohenheim, übernimmt den Part ''Freiheit und Armut''. Vor den sich anschließenden Kapiteln ''Freiheit und Demokratie'', ''Freiheit und Bürokratie'', ''Freiheit und Effizienz'' spürt der St. Gallener Professor Jörg Baumberger der ''Freiheit in der Europäischen Union'' nach, und abschließend übernimmt der Herausgeber selbst den vielversprechenden Titel ''Freiheit und Sozialstaat''.
Es ist e i n e gemeinsame Sorge, welche die Autoren antreibt: Leviathan erhebt sein Haupt in Deutschland. Immer mehr Gesetze, Steuern, Abgaben, Regulierungen, Bürokratie, immer weitere Politisierung des Lebens der Bürger. Kurz: Immer mehr Staat, immer weniger persönliche Freiheit. Initiative erstickt, Kreativität wandert aus, Kapital flieht. Was bleibt, ist das wachsende Heer der gegängelten Lutscher am Gesäuge des Wohlfahrtsstaates. Die echte Münze der Freiheit wird gegen das Falschgeld der Emanzipation und der ''Befreiung'' von alten Werten getauscht. So richten sich denn die Autoren in ungewohnt publikumswirksamer Weise an eine breitere Leserschaft, um sie gegen die alltäglichen Begriffsverfälschungen zu rüsten und hellhörig zu machen gegen die vielfältigen Gefahren, von denen die freie Gesellschaft stets (und derzeit wieder ganz besonders) bedroht wird. Ein Fanal der Freiheit an ein Bürgertum, das ansonsten kaum noch eine Stimme zu haben scheint.
Quelle: Resch Verlag
Aus dem Inhalt:
- Erich Hoppmann: Freiheit und Ordnung in der Demokratie.
- Gerard Radnitzky: John Rawls "Theorie der Gerechtigkeit": Egalitarismus im philosophischen Gewand.
- Gerd Habermann: Die Freiheit in der Deutschen Geschichte.
- Hans-Hermann Hoppe: Privateigentum: Die Grundlage der Gerechtigkeit und des Wohlstandes.
- Hardy Bouillon: Liber, Tas und die Räuber.
- Detmar Doering: Nicht vertrauenswürdig: Der Staat als Garant der Freiheit.
- Rober Nef: Keine Freiheit ohne Verantwortung - keine Verantwortung ohne Freiheit.
- Franz Kromka: Freiheit als Richtschnur der Entwicklungspolitik.
- Jörg Baumberger: Anatomie der EU-Wirtschaftsfreiheit.
- Gerard Radnitzky: Die demokratische Wohlfahrtsdiktatur.
- Gerd Habermann: Der Untergang des Römischen Reiches: Ein historisches Lehrstück zum Thema Freiheit und Bürokratie.
- Erich Hoppmann: Freiheit, Marktwirtschaft und ökonomische Effizienz.
- Roland Baader: Vom Sozialismus zum Sozialstaat - Betrachtungen über ein deutsches Experiment.
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