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Die demokratische Krankheit

Die demokratische Krankheit: Christoph Braunschweig

Der fatale Teufelskreis aus Politikerversprechen und Wähleranspruch

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Autor(en) Christoph Braunschweig Verlag Olzog Verlag GmbH
Sachgebiet(e) Sozial- und Wohlfahrtsstaat, Die Euro-Täuschung ISBN 978-3-7892-8343-7
2012, 208 Seiten, Broschur

Die aktuelle internationale Euro- und Schuldenkrise ist im Grunde die Folge einer seit Jahren andauernden krisenhaften Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft – es handelt sich um eine Krise des dominanten Wirtschafts- und Lebensstils des westlichen Demokratiemodells: Die vorsätzliche Abkehr vom ordnungspolitischen Denken musste zwangsläufig zur Überschuldung des Wohlfahrtsstaats führen.

Die Euro- und Schuldenkrise wird tiefgründig analysiert – bis hin zur Infragestellung des staatlichen Papiergeldmonopols. 

Kern des Problems ist die »demokratische Krankheit«, also die kollektive Unvernunft von Wählern und Politikern, die sich in verhängnisvoller Weise voneinander abhängig zeigen. Für die Politiker ist das Verteilen auf Pump, die Verschuldung zulasten kommender Generationen, wegen der sofort wählerwirksamen Auswirkungen über die Maßen verführerisch. Der Wähler, der einerseits die Politiker verachtet, hält andererseits mit seinem Anspruchsverhalten ihnen gegenüber genau diesen fatalen Teufelskreis in Gang.

Statt weiterhin an einer »Wählerbestechungsdemokratie« festzuhalten, die in der Verschuldung endet, tut eine Rückbesinnung auf die ordnungspolitischen Grundsätze des klassischen Liberalismus not: Nur Wettbewerb, Marktwirtschaft und eine stabile Währung machen die Menschen wohlhabend und sichern ihre persönliche Freiheit.

Quelle: Olzog Verlag

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Rezensionen
Bakschisch Hubert Milz 24.07.14

Prof. Braunschweig Analyse geht den vielen Staatsgläubigen – von denen Deutschland überläuft – sicherlich absolut gegen den Strich; denn "Staat" (der von den Deutschen heißgeliebte "soziale Staat") meint es doch nur "Gut" mit uns.

Dabei ist es alt-bekannt: "Gut gemeint, ist das Gegenteil von Gut!" Oder, um mit Frédéric Bastiat zu sprechen: "L'État, c'est la grande fiction à travers laquelle tout le monde s’efforce de vivre aux dépens de tout le monde." – Frédéric Bastiat (L'État. Journal des débats, n° du 25 septembre 1848) – "Der Staat ist die große Fiktion, nach der sich jedermann bemüht, auf Kosten jedermanns zu leben." – (In deutscher Sprache erschienen Der Staat - die große Fiktion).

Für die Staatsgläubigen steht es fest, dass für die sog. Weltfinanzkrise originär die Marktwirtschaft/der Kapitalismus die Schuld tragen; solche Krisen sind für jene Klientel der Marktwirtschaft inhärent. Diese Ansichten speisen sich aus den liebgewonnen Vor(ver)urteil[e](ungen), mit denen die Menschen durch die "veröffentlichte Meinung, insbesondere der qualitätsfreien Führungsorgane der Medienlandschaft", seit vielen Jahren zugemüllt werden.

Prof. Braunschweigs Analyse hingegen spricht klar aus, um was es sich bei solchen Krisen i. d. R. immer und überall handelt:
- Es handelt sich ganz klar um Staatsversagen;
- die Politik ist Verursacher und Treiber der Malaise;
- Politiker locken seit Jahrzehnten das Wahlvolk mit Versprechungen, insbesondere Wahlgeschenken;
- Politiker wecken dadurch beim Wahlvolk immer mehr Begehrlichkeiten: Der Staat soll …, der Staat kann …, der Staat hat …, der Staat muss…;
- es wurde und wird permanent durch die Politik die Mär erzeugt und die Legende gespeist, dass nur der Staat für das Glück der Menschen die Sorge tragen kann;
- immer neue Aufgaben zieht die Politik an sich und braucht dafür immer mehr Geld;
- Geld, dass die Politik nicht hat und deshalb werden, um die politisch erzeugten Wählerwünsche zu befriedigen, Schulden gemacht;
- Schuldenberge, die ungeheure Höhen erreicht haben und die Handlungsspielräume der politischen Akteure eingrenzt;
- doch dafür, dass die Schulden erdrückend wirken, werden nicht die Politiker (i. d. R. weitgehend Hasardeure) als Schuldige genannt, sondern es wird abgelenkt und andere werden als Sündenböcke verortet;
- Schuldige sind dann die gierigen Finanzmarktakteure, dabei hält die Politik via Zentralbank das Währungs- und Zinsmonopol, privilegiert die Banken zur Veruntreuung und nutzt dies alles als Instrumentarium zur ungebremsten Schuldenfinanzierung, nebst Geldwertzersetzung;
- usw., usf.!

Und Prof. Braunschweigs Analyse macht klar, dass ein solcher Staat, also ein Wohlfahrtsstaat, eine Wucherung ist,
- die den Menschen die Verantwortung für ihr Tun raubt;
- die den Verlust an menschlicher Energie verantwortet;
- die die unproduktiven Staatsapparate aufbläht;
- die die staatliche Ausgabensteigerung zur Maßlosigkeit werden lässt;
- die immer mehr Menschen in das Joch der totalen Abhängigkeit zur staatlichen Obrigkeit zwingt;
- die dadurch bedingt immer weniger Netto-Steuerzahler übriglässt;
- die die Marktwirtschaft, die das System doch finanziert und weiterhin finanzieren soll, vernichtet
- und damit letztendlich auch zur Zerstörung einer solchen Wucherung führen wird.

Prof. Braunschweigs Urteile über diese Wucherungen der sog. "Liberal-Demokratien" sind unmissverständlich, klar und leider wahr: – Wählerbestechungsdemokratie – Staatskapitalismuskrise – Wohlstandsillusion – Schacher-Demokratie – Bakschisch-Staat –

Zum Schluss verweist Prof. Braunschweig auf eine alte Weisheit, nämlich auf eine Erkenntnis des römischen Staatsmannes Cicero:
"Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrottgehen soll. Die Leute müssen wieder lernen, zu arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben."

Diese Erkenntnis ist unzweifelhaft richtig! Nichtsdestotrotz wird diese Weisheit nicht aufgegriffen werden; denn dann müssten Politiker den Wählern die Wahrheit sagen und der Wähler müsste den Willen haben und bereit sein der "großen Fiktion" abzuschwören.