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Der Streik

Der Streik: Ayn Rand
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Zustand Neu Auf Lager
Autor(en) Ayn Rand Verlag Kai M. John Verlag
Sachgebiet(e) Belletristik ISBN 978-3-0003-7094-6
2012, 1260 Seiten, Festeinband/Hardcover

„Der Streik“, Ayn Rands Schlüsselroman um diejenigen, die die Welt bewegen und die auch die Kraft und den Willen haben, sie anzuhalten, ist ab 22. Februar wieder erhältlich. Es ist kaum möglich etwas über den Inhalt zu schreiben, ohne dessen Auflösung vorwegzunehmen.

Was man in jedem Falle dazu schreiben kann, ohne zu viel vom Inhalt zu offenbaren, ist daß es sich dabei um eine fundamentale Infragestellung des Gesellschaftsbegriffs handelt. Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung, daß der Einzelne seine Existenz der Gesellschaft oder dem Kollektiv verdankt, basiert dieser Roman auf der Philosophie, daß diejenigen, die das Wort von der Gesellschaft wie ein Banner vor sich hertragen, die Nutznießer der Leistungen sind, die der Einzelne geschaffen hat.

In dem Roman der Streik, wird jede Form von Kollektiv in Frage gestellt, egal ob es sich um Staat, Religion, Gesellschaft, die „Bedürftigen“ oder die Familie handelt. Alle diese Begriffe sind letztendlich nur Schöpfungen jener, die ohne Zahlung eines Preises von den Leistungen und Werken der Schöpfer profitieren möchten.

Es ist ein Angriff auf die fundamentalen Werte der „Gesellschaft“; ein Angriff auf all jene Selbstverständlichkeiten, mit denen Schule, Medien und Politiker täglich den Fortgang der Welt stören möchten. „Der Streik“ feiert den Nonkonformisten, der an seine Sache glaubt. Nicht um irgend eines Glaubens willen, sondern um des Wissens willen, daß er neues schaffen kann, wenn er nur seinen Willen zur Maxime seines Lebens macht.

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Rezensionen
Was passiert, wenn die Egoisten abhauen? Peter Mokwa 04.03.12

Ayn Rand war eine gnadenlose Rationalistin. Gnadenlos ist auch ihr Hauptwerk, der „Social-Fiction“ Roman „Atlas Shrugged“, der unlängst in deutscher Neuübersetzung unter dem Titel „Der Streik“ erschienen ist. In ihrem Roman erzählt die Autorin, wie in einem fiktiven Amerika die Gesellschaft sich selbst untergräbt und schließlich vernichtet. Gesellschaft? Nein, es sind die Menschen, aus denen sich diese Gesellschaft zusammensetzt. Rand porträtiert die verschiedenen Varianten des irrational gewordenen „Homo sapiens“, die in ihrem gemeinsamen Kampf gegen die immer kleiner werdende Gruppe von selbstbewussten Vernunftmenschen zunächst für sich parasitäre Vorteile durchsetzt – um dann in einem Kampf gegeneinander, in dem durch ihren Irrationalismus angerichteten Chaos, unterzugehen. Der Zusammenbruch der irrational gewordenen Gesellschaft wird durch das Verschwinden ihrer letzten rationalen Elemente ausgelöst: dem Streik.

Eigentlich handelt der Roman nicht von Menschen. Das haben die Kritiker Rands überhaupt nicht verstanden und insofern ist ihre Kritik an den vermeintlich „holzschnittartigen“ Gestalten des Romans irrelevant. Das Buch handelt von Logik, von Identität und Kausalität, es handelt von Regeln der Moral und den Gesetzen der Ökonomie, d.h. den Zwängen, denen das menschliche Handeln unterliegt. Die Autorin schildert mit erbarmungsloser Konsequenz, wie die Verletzung dieser Gesetze im allgemeinen Chaos, im Kampf eines jeden gegen jeden und letztendlich im Untergang aller münden muss. Für die Anhänger des „Primats der Politik“ und der Eingriffe in das Marktgeschehen aus Gründen der „Marktstabilität“ bzw. des „Wirtschaftswachstums“ muss es deprimierend sein demonstriert zu bekommen, wie diese Interventionen sich als nichts anderes entpuppen als Versuche, sich auf Kosten von Konkurrenten und Konsumenten Vorteile und Privilegien zu verschaffen. Und die obendrein stets zum Gegenteil dessen führen, was zu erzielen die Irrationalisten ursprünglich versuchten. Geradezu verstörend wirkt auf die Befürworter der sogenannten sozialen Gerechtigkeit, wie die Autorin den Altruismus als extremen irrationalen Egoismus entlarvt, der schließlich im selbstzerstörenden Hass endet. Der Irrationalismus besteht ja gerade aus der Leugnung der Gesetze des menschlichen Zusammenlebens, insbesondere der Gesetze der Ökonomie. Der Irrationalist, wenn er auch manchmal nicht umhin kann, die Existenz dieser Gesetze zuzugeben, ist dennoch überzeugt ihrer Wirkung entgehen, diese Gesetze manipulieren oder außer Kraft setzten zu können. Mit einem Satz: Der Irrationale versucht, die Realität zu betrügen. Aber die „Realität ist real“, die „Existenz existiert“ – das sind die Schlüsselsätze des Romans. Und diese reale Realität schlägt gnadenlos zurück, wenn auch nicht immer sofort. Früher oder später aber reagieren die realen Gesetze des menschlichen Zusammenlebens und strafen die Irrationalisten mit der Vereitelung ihres Vorhabens, oft mit deren Vernichtung.

Bald nach Erscheinen des Romans in den USA schrieb der geniale Ökonom Ludwig von Mises an die Autorin und bekannte sich als ihr „Fan“:
„Atlas ist nicht lediglich ein Roman. Er ist auch – oder darf ich sagen, in erster Linie – eine überzeugende Analyse der Sünden, die unsere Gesellschaft plagen, eine begründete Zurückweisung der Ideologie unserer selbsternannten ‚Intellektuellen‘ und eine erbarmungslose Demaskierung der Unehrlichkeit der von den Regierungen und den politischen Parteien angewandten Vorgehensweisen. Es ist eine vernichtende Entlarvung der ‚moralischen Kannibalen‘, der ‚Gigolos der Wissenschaft‘ und des ‚akademischen Gelabers‘ der Schöpfer der ‚anti-industriellen Revolution‘. Sie haben den Mut, den Massen zu sagen, was ihnen kein Politiker gesagt hat: Ihr seid von geringem Wert und alle Zustandsverbesserungen, die ihr einfach für selbstverständlich haltet, verdankt ihr den Anstrengungen von Menschen, die besser sind als ihr.“

Einige Kritiker attestieren Ayn Rand einen massiven Einfluss von Friedrich Nietzsche; ihre rational-egoistischen Genies würden frappierend Nietzsches Übermenschen ähneln. Damit versuchen sie, Rand in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Die Kritiker sind jedoch Opfer einer Täuschung geworden, die aus den sozialen Verhältnissen resultiert, in denen sie leben. In einer Gesellschaft von Gartenzwergen sind Pygmäen Riesen. Die Helden des Romans sind völlig normale Menschen: Unternehmer und Arbeiter, Juristen und Philosophen, Ingenieure und Techniker. Normale Menschen, die nur eines versuchen: ihr Bestes zu geben und ihren Job gut zu machen, gleichgültig welchen. Würden sie in einer normalen Welt leben, wären sie keine Anomalien und somit keine Übermenschen. Oder anders ausgedrückt: In einer normalen Gesellschaft wären auch Genies nichts Ungewöhnliches.

Die Helden Rands leben jedoch in einer perversen, in einer von gleichermaßen parasitär-altruistischen wie hinterhältigen Zwergen dominierten Welt. Viele normale Menschen kapitulieren, passen sich an und verkommen. Einige trotzen dem Trend und versuchen die zusammenbrechende Welt zu stützen. Sind sie es doch, die die Welt auf ihren Schultern tragen. Immer wieder verschwinden einige von ihnen, plötzlich und ohne Ankündigung. Und schließlich sind sie alle weg – „Atlas wirft die Last ab“. Mehr als am Anfang soll auch am Ende dieser Zeilen nicht verraten werden, sonst würde die Lektüre an Spannung verlieren. Denn eines ist der lange Roman allemal: gnadenlos spannend.

Neue Übersetzung Freiheitsliebe 24.02.12

Ein schneller Vergleich mit der alten Übersetzung zeigt gravierende Unterschiede. Auf den ersten Blick eine deutliche Verbesserung.

Philosophie in Melancholie Rearden Steel 16.02.12

Zur Info vorneweg, ich lese gerade die alte übersetzung.

Das erste Kapitel gleicht einem Trauerspiel. Die wenigen Leistungsbringer, welche in der Gesellschaft noch übrig sind, versuchen sich gegen die Heerscharen der nutzniessenden Zombies zu wehren. Sie sind in der beschriebenen Gesellschaft isoliert und nur ihr Wille zum Durchhalten, lässt sie weiter kämpfen. Mehr vorerst nicht zum Inhalt.

Dem interessierten Leser eröffnet sich hier eine Welt, die ihm beim Versuch Mises Werke zu verstehen, vielleicht verschlossen blieb.