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Weihnachten kann kommen Teil 2: „Das libertäre Manifest“ von Stefan Blankertz ist ebenfalls in einer neuen Ausgabe wieder erhältlich!

23.11.12

Nachdem im vorhergehenden Beitrag die beiden Bände der neuen deutschen Ausabe von Murray Rothbards „Für eine neue Freiheit“ vorgestellt wurden, folgt hier nun ein weiteres Schwergewicht libertärer Literatur. Hat Stefan Blankertz bereits für die Rothbard-Ausgabe die Edition betreut und herausgegeben, so zeichnet er für „Das libertäre Manifest“ als Autor verantwortlich.

„Die zentrale Frage von libertärer Theorie lautet nicht, warum der Staat nachteilig ist, sondern warum der Staat trotz der bekannten Nachteile eine solche universelle Verbreitung und kaum zu brechende Stärke hat.“ So beschreibt Stefan Blankertz die Zielsetzung des Buches.

Um diese Frage nach dem „Erfolgsrezept“ des globalen Phänomens „Staat“ beantworten zu können, fragt er nach jenen, die ein Interesse an der Existenz staatlicher Macht haben. Jene, die ein Interesse daran haben, die Nutznießer, faßt er in einer Klasse zusammen. Und andererseits faßt er jene, die unter diesen Nutznießern leiden, ebenfalls in einer Klasse zusammen. Wer jetzt Anleihen bei Marx vermutet, liegt nicht ganz falsch.

Allerdings auch nicht ganz richtig: In der libertären Klassentheorie, die Stefan Blankertz entwirft, ist der Unternehmer nicht per se ein Ausbeuter und der Angestellte oder Arbeiter ist nicht per se ein Ausgebeuteter.

Die Bruchlinie zwischen den Klassen besteht nicht in der Tätigkeit, die jemand ausübt oder in der Frage, welches Beschäftigungsverhältnis besteht, sondern darin, mit welchen Mitteln jemand sein Einkommen erwirbt. Die Bruchlinie zwischen den Klassen besteht in der Frage, ob es ein Einkommen gibt, für das staatliche Gewalt aufgewendet wurde oder ein Einkommen, das durch freiwilligen Tausch oder eigene Arbeit entstanden ist.

Dies alles ist sehr, sehr spannend geschrieben. Es gibt allerdings keinen moralischen Zeigefinger. Vielleicht doch einen: die Erkenntnis, daß die staatliche Durchdringung der Lebensbereiche ein Ausmaß erreicht hat, das wohl niemandem erlaubt, seinen Zeigefinger auf andere zu richten.